Zum Abschluss der Leichtathletik-Night-Session bei den Olympischen Spielen, die die 66.500 Fans in Paris am Dienstag wieder in Begeisterung versetzte, hat Gabrielle Thomas bei den Frauen 200-m-Gold vor Julien Alfred geholt.
Nach Bronze bei den Spielen in Tokio und Silber bei der WM 2023 ist Thomas in Paris am goldenen Ziel angelangt. Sie siegte in 21,82 vor Julien Alfred (22,08). Die 100-m-Olympiasiegerin aus St. Lucien jubelte natürlich auch über ihr Silber. Sie hätte vor diesen Spielen nicht damit gerechnet, mit Gold und Silber auf ihre Karibik-Insel zurückzukehren.
Auch ein dramatisches Hindernis-Rennen der Frauen gab's an diesem Abend! Winfred Yavi, die aus Kenia stammt und seit 2016 für Bahrain startet, wurde nach WM-Gold im Vorjahr in Budapest jetzt in Paris auch Olympiasiegerin. In einem packenden Finish setzte sie sich mit neuem Olympia-Rekord von 8:52,76 gegen Peruth Chemutai aus Uganda (8:53,34) durch. Weltrekordlerin Beatrice Chepkoech (Ken) musste sich in 8:55,16 mit Bronze begnügen. Als Vierte lief Alice Finot (Fra) in 8:58,67 Europarekord.
Auf den Spuren von Lewis
Wie schon in Tokio, so gewann der Grieche Militiades Tentoglou auch in Paris das Gold im Weitsprung. Mit 8,48 setzte er sich gegen Wayne Pinnock (Jam/8,36) durch. Auch bei der WM in Budapest 2023 hatte er Gold geholt. Carl Lewis hatte viermal nacheinander den Weitsprung gewonnen – von 1984 bis 1996.
Einen Vorgeschmack auf das wohl größte Laufduell bei den Frauen bei diesen Spielen bekam man im Semifinale über 400 m Hürden. Weltrekordlerin Sydney McLaughlin-Levrone gewann den zweiten Heat locker in 52,13, was die schnellste Semifinalzeit in der olympischen Geschichte bedeutete. Noch verhaltener als die US-Amerikanerin lief Europarekordlerin Femke Bol. Sie blieb im dritten Heat in 52,57 ungefährdet.
Das Duell Sydney McLaughlin-Levrone gegen Femke Bol am Donnerstag wird der große Hit. Erst schien es so, dass Femke Bol gegen die Amerikanerin kaum eine Chance hat, nachdem diese ihren Weltrekord heuer auf 50,65 verbessert hatte. Aber die Holländerin konterte bei ihrem letzten Olympiatest in der Schweiz mit dem Europarekord von 50,95. Und ihre Schlussrunde in der 4 x 400 m-Mixed-Staffel, mit der sie ihr Team zu Olympiagold geführt hat, zeigte ihr unglaubliches Vermögen.
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