Es habe in jüngster Vergangenheit sieben aufsehenerregende Verbrechen im Bereich der Öffis gegeben, von denen sechs geklärt worden seien, so Mahrer. "Wir haben uns diese Delikte auch genau angesehen und unser Verhalten genau analysiert. In allen diesen Fällen waren Polizeibeamte innerhalb von zwei bis vier Minuten am Tatort", erklärte der Beamte.
U-Bahn-Polizei für Mahrer kein Thema
Täglich seien 300 Mitarbeiter der Wiener Linien im Dienste der Fahrgäste und damit auch der Sicherheit unterwegs. Dazu kommen die Beamten der Bereitschaftspolizei, von denen jeden Tag 40 im Einsatz sind. Überlegungen zu einer eigenen U-Bahn-Polizei gibt es dem Spitzenbeamten zufolge nicht. Nicht zuletzt aufgrund dieser Zahlen sieht man die Situation in der Wiener U-Bahn bei der Exekutive etwas entspannter, als sie derzeit öffentlich dargestellt wird.
Zahl der Diebstähle und Überfälle rückläufig
Die verfügbaren Daten aus der Kriminalstatistik weisen jedenfalls nicht auf ein wachsendes Problem hin. Im Gegenteil: Demnach sind im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel in Wien im Jahr 2010 insgesamt 53 Raube angezeigt worden. 2011 waren es 49, in den ersten drei Quartalen 2012 waren es 33. Auch die Zahl an Diebstählen weisen laut Statistik auf einen Rückgang hin: 2010 wurden 8.467 derartige Delikte angezeigt, 2011 gab es 7.658, und in den ersten drei Quartalen 2012 wurden 4.147 Diebstähle in den Öffis registriert.
Den Rückgang bei Raubüberfällen und Diebstählen führt Mahrer vor allem auf zwei Faktoren zurück: einerseits auf die verstärkte Präsenz von Polizei und Mitarbeitern der Wiener Linien, andererseits auf die immer umfassendere Videoüberwachung in U- und Straßenbahnen sowie Bussen.
Allerdings: Konkrete Angaben, wie es um die Häufigkeit von Gewaltverbrechen, wie schwere Körperverletzung oder Sittlichkeitsdelikte, im öffentlichen Verkehr bestellt ist, konnte der stellvertretender Landespolizeidirektor nicht machen. Dazu gibt es keine eigene Statistik.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.