„War ein Traum“

ÖSV-Abfahrerin mit neuem Team, Job und Sponsor

Vorarlberg
29.06.2024 18:55

Mit ihrem Gesamtsieg in der Abfahrtseuropacupwertung und ihren ersten Weltcuppunkten gelang Emily Schöpf im vorigen Winter der Durchbruch – vor der WM-Saison startet die 24-jährige Vorarlbergerin in einem neuen Team, mit einem neuen Job und einem Top-Sponsor nun so richtig durch. 

Sie war aus Ländle-Sicht die Aufsteigerin des letzten Winters: Emily Schöpf. „Während der Saison war ich nicht mit allem zufrieden. Im Nachhinein kann ich aber sagen, dass es ein wirklich guter Winter war“, verrät die 24-Jährige. Bereits im November 2023 ließ sie beim einzigen Training für die Zermatt-Abfahrt als Zweite aufhorchen und geriet mit einem vermeintlichen Geschwindigkeitsweltrekord – die Schweizer Zeitmesser mussten den Speed wegen eines Messfehlers nachträglich korrigieren – in den Fokus der internationalen Medien.

Wenig später gab die Montafonerin in Val d’Isere (Fra) ihr Weltcupdebüt, schnappte sich im Februar in Crans Montana (Sz) mit Rang 21 ihre ersten Weltcuppunkte und krönte ihre Topsaison mit dem Gesamtsieg in der Europacup-Abfahrtswertung. Der bescherte ihr einen fixen Startplatz für die neue Weltcupsaison – in der für die Tschaggunserin einiges neu sein wird.

Beim Kondi-Camp in Maribor saß Emily Schöpf (hinten) in einem Boot mit ...
Beim Kondi-Camp in Maribor saß Emily Schöpf (hinten) in einem Boot mit Abfahrtsweltcupgesamtsiegerin Conny Hütter.(Bild: Ski Austria)

In einem Boot mit der weltbesten Abfahrerin
Etwa die ÖSV-Trainingsgruppe! Da gehört Schöpf ab sofort derselben Truppe wie Abfahrtsgesamtweltcupsiegerin Conny Hütter oder ihrer Atomic-Markenkollegin Mirjam Puchner an, mit der sie sich auch den Servicemann teilen wird. „Das Klima hat da auf Anhieb gestimmt“, erzählt Emily, die zuletzt mit ihren Kolleginnen ein Kondi-Camp in Maribor (Slo) absolvierte, wo gleich eine Ruder-Einheit mit Hütter am Programm stand. „Das war eine ganz neue, gar nicht so einfache, Erfahrung. Aber wir sind nicht gekentert.“ Mit Ex-Vizeweltmeisterin Stephanie Venier und Tamara Tippler, die nach einjähriger Babypause ein Comeback gibt, gehören zwei weitere Routiniers der Trainingsgruppe an. Das halbe Dutzend wird von der jungen Salzburgerin Lisa Grill vollgemacht.

Mit Polizei-Job geht ein Traum in Erfüllung
Aber nicht nur die Trainingsgruppe ist neu. Mit 1. Juli beginnt für Schöpf auch beruflich ein neuer Lebensabschnitt. Nachdem sie vor wenigen Tagen beim Bundesheer abgerüstet hat, wird sie zukünftig eine Polizeispitzensportlerin sein. „Es war schon immer mein großer Traum, zur Polizei zu gehen“, gesteht „Emy“, die als eine von gerade einmal 17 SportlerInnen – darunter Kaliber wie Kombinierer-Gesamtweltcupsieger Johannes Lamparter – einen Ausbildungsplatz bei der Exekutive bekommen hat. „Wenn man weiß, dass sich da über 100 großartige Sportlerinnen und Sportler beworben haben, dann erfüllt einen das schon mit Stolz.“ Damit passt Emily auch perfekt in ihre ÖSV-Gruppe: Mit Ausnahme von Venier sind alle ihrer Teamkolleginnen ebenfalls bei der Polizei.

Emily Schöpf gehört zukünftig dem erlesenen Kreis der „Rauch Racer“ an.
Emily Schöpf gehört zukünftig dem erlesenen Kreis der „Rauch Racer“ an.(Bild: Rauch/marcelmayer.com)

Überraschendes Angebot
Die dritte große Veränderung betrifft ihren Kopfsponsor. Nachdem die Montafonerin in den letzten drei Jahren vom Schrunser Posthotel Taube unterstützt wurde, weckte sie mit ihren Top-Leistungen der Vorsaison das Interesse weiterer Unternehmen. „Nach dem Europacup-Finale in Kvitfjell hat mich Mario Reiter informiert, dass mich die Verantwortlichen der Firma Rauch treffen möchten“, schildert Schöpf. „Für mich eine ganz neue Situation, war es bis dahin doch so, dass ich immer bei den Firmen angefragt habe, ob sie eventuell an einem Sponsoring interessiert wären.“

(Bild: Rauch Fruchtsäfte)

Beim Vorarlberger Fruchtsafthersteller sieht man in der sympathischen Speedspezialistin eine junge, aufstrebende Athletin, die perfekt in den Kreis der „Rauch Racers“, der auch Riesentorläuferin Stephi Brunner oder die Skicrosserinnen Sonja Gigler und Christina Födermayr angehören, passt. So wurde man sich recht schnell eins. „Wir hatten am vergangenen Wochenende ein Shooting in Schladming, bei dem ich mich auf Anhieb im Kreis der Rauch-Familie so richtig wohlgefühlt habe“, strahlt Emy, die damit völlig neu aufgestellt in ihre erste volle Weltcupsaison starten wird.

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