Damit hat fast keiner gerechnet. Kräfteraubende Saisonen, eine Unzahl an Spielen, Europacup, Länderspiele und kaum Pausen. Viele Experten warnten vor einer Überbelastung im Weltfußball, die sich auch auf das Niveau bei der EM-Endrunde auswirken könnte.
Kein Abtasten, kein Ballgeschiebe
Eine Fehleinschätzung. Ein Glück für die Fans. Kein Abtasten, kein Ballgeschiebe, keine defensiven Taktiken. Im Gegenteil. Es wird munter drauflosgespielt, fast jede Partie gleicht einem Angriffsspektakel. Herrliche Tore, freche Jungstars und Intensität pur. Selbst von der Papierform her vermeintlich schwache Begegnungen entpuppen sich als spannende Hits.
Der ohrenbetäubende Lärm in den ausverkauften Stadien reißt die Protagonisten auf dem Spielfeld förmlich mit, umso mehr Begeisterung und Leidenschaft spiegelt sich in den Matches wider. Außenseiter wie Albanien oder Georgien wehren sich, in die Jahre gekommene Granden wie Ronaldo, Pepe oder Luka Modric holen noch einmal alles aus sich heraus. Die Fans sind losgelöst, das Spektrum an packenden Geschichten bei dieser EM scheint unendlich zu sein.
Druck auf Österreich
Umso mehr Druck lastet heute auf Österreichs Schultern. Nach den herausragenden Ergebnissen im Vorfeld wäre ein frühzeitiges Aus bei dieser EM ein Schock. Doch daran wagt keiner zu denken. Weil dieses Team genug Klasse hat, um gegen Polen den entscheidenden Sieg zu holen.
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