Die US-Metropole Los Angeles will den Gebrauch von Smartphones in Schulen vollständig verbieten. Die Schulverwaltung stimmte am Dienstag für ein Handy-Verbot an sämtlichen Schulen der Millionenstadt.
Die Schulen wurden angewiesen, Regeln zur Verbannung von Mobiltelefonen und Online-Medien während der Schulzeit auszuarbeiten. Schulen, an denen bereits ein Handy-Verbot gilt, hätten „unglaubliche Ergebnisse gemeldet“, sagte Schulratsmitglied Nick Melvoin.
„Die Kinder sind glücklicher, sie reden miteinander, ihre Noten verbessern sich“, so Melvoin. In seiner Entscheidung verwies der Schulverwaltungsrat auf Forschungsergebnisse, wonach exzessive Handynutzung bei Jugendlichen mit Stress, Depressionen, Angstzuständen, Schlafproblemen, Aggressivität und Suizidgedanken einhergeht.
Forderung nach Warnhinweisen
Anfang der Woche hatte bereits der Leiter des öffentlichen Gesundheitsdienstes der USA Warnhinweise für Online-Dienste ähnlich denen auf Zigarettenschachteln gefordert. Es sei „an der Zeit“ davor zu warnen, dass solche Plattformen „mit erheblichen psychischen Schäden für Jugendliche verbunden“ seien, erklärte der Arzt Vivek Murthy.
Wenige Stunden vor der Entscheidung des Schulverwaltungsrats von Los Angeles hatte sich der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom für strengere Handy-Regeln in den Schulen des Bundesstaates ausgesprochen. Im kalifornischen Parlament wird derzeit über ein entsprechendes Gesetz beraten. Ähnliche Pläne gibt es in sechs weiteren US-Staaten.
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