Plastische Chirurgie

„Nicht jeder, der Botox spritzt, hat einen Vogel“

Leben
14.06.2024 15:00

Der plastische Chirurg Rolf Bartsch gibt im Interview auf krone.tv einen tiefen Einblick in seine Branche. Etwa, wie sehr Social Media unser Selbstwertgefühl beeinträchtigt. Und welchen Sinn ästhetische Eingriffe generell machen. 

Bartsch: „Die Behandlungen sind in letzter Zeit einfacher geworden. Damit ist für jeden auch weniger Ausfallzeit verbunden. Nicht jeder, der Botox spritzt, hat gleich einen Vogel.“ Patientinnen und Patienten, die zu ihm kämen, wollten ihr Äußeres um zehn bis zwanzig Prozent verbessern. Es gehe dabei aber nicht primär darum, durch plastische Eingriffe jünger wirken zu wollen. Bartsch: „Zuletzt hat eine Dame zu mir gesagt, sie möchte in jedem Alter die beste Version von sich sein.“  

Chirurg Rolf Bartsch im krone.tv-Talk (Bild: krone.tv)
Chirurg Rolf Bartsch im krone.tv-Talk

Soziale Medien dominieren Bild
Soziale Medien würden einen großen Einfluss auf unser Selbstwertgefühl und damit auch auf die Schönheitschirurgie haben. Bartsch: „Jede Zielgruppe und Altersgruppe hat da ihren eigenen Kanal. Die Jungen sind auf TikTok. Auf Facebook wiederum sind eher die Grannies. Mehr als 30 Minuten am Tag Social Media zu konsumieren, ist aber Gift.“ Wichtig für das Selbstwertgefühl sei auch, wie man dem jeweiligen Gegenüber begegne. Bartsch: „Wenn man in einem Gespräch hört, dass man müde aussieht, beeinflusst das unsere Aura negativ. Im persönlichen Umgang sollten wir viel positiver sein.“

Körperhaltung und Gestik verrät eigenes Ich
Der Chirurg könne an Körperhaltung, Gesichtsausdruck und Gestik von Menschen erkennen, wie alt sie seien und wie gut es ihnen gehe. Und auch der Zustand der Haut sage sehr viel über den inneren Zustand von Menschen aus. Bartsch: „Man will nicht fertig und müde aussehen. Dazu ist die richtige Hautoberfläche ist wichtig. Und die sollte nicht verpickelt sein. Es geht also um ein glattes, ebenmäßiges Hautbild. Wichtig ist auch die Hautdicke, die Hautfarbe und die Vermeidung von Altersflecken wie eine rote Nase oder rote Wangen. Eine rote Nase kann dann eine Säufernase sein. Wichtig ist aber auch die Genetik und die Frage, ob feine Äderchen auf der Haut zu sehen sind.“

Für die eigene optische Erscheinung seien aber auch Lifetime-Events verantwortlich. Etwa eine kürzliche Scheidung, oder der Umstand, dass die eigene Mutter, die man jahrelang mit viel persönlichem Aufwand gepflegt hatte, gestorben sei. Denn dann könne man erleichtert auf den Gedanken kommen, dass man sich nun etwas gönnen dürfe.            

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(Bild: kmm)



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