Verlust im Vorjahr, rote Zahlen nach dem ersten Quartal 2024 – davon lässt sich die Polytec nicht entmutigen. Der Kunststoffverarbeiter sagte „Yes“ zu einem neuen Werk in England, in dem sich Kunststoffverarbeiter nun ganz auf Stoßfänger konzentriert. In Telford bauen die Hörschinger ihre Produktion aus.
Der Umsatz dürfte auf 660 bis 710 Millionen Euro steigen, was auf das Hochfahren von neuen Projekten zurückzuführen ist, ließ die Polytec-Group beim Ausblick auf das Jahr 2024 wissen, als sie zugleich einen Verlust von minus 14,1 Millionen Euro nach Steuern für das Vorjahr auswies.
Der Kunststoffverarbeiter zahlt die Rechnung für Mehrkosten durch Zusatzschichten und erhöhten Personalstand, der für neue Aufträge nötig war – und hat darauf bereits mit Verbesserungsmaßnahmen reagiert. „Hier werden wir nachjustieren“, sagt Polytec-Vorstandschef Markus Huemer.
Alle 21 Werke sind sehr gut ausgelastet, betont das von Hörsching aus agierende Unternehmen, das in England schöne Erfolge erzielt. Zu den zwei bereits bestehenden Standorten wurde in Bridgnorth ein weiteres Werk aufgebaut, um das Vertrauen von Jaguar Land Rover und Co. nicht zu enttäuschen. Im neuen Assemblier- und Sequenzierzentrum der Polytec werden Stoßfänger lackiert und zusammengebaut, um sie dann direkt an die Premium-Fahrzeughersteller in der Umgebung zu liefern.
Die Herausforderung liegt dabei darin, dass die Teile exakt in der Reihenfolge eintreffen müssen, wie sie auch am Montageband benötigt werden. Das Zeitfenster für die Anlieferung ist dabei nur wenige Minuten groß.
Lackierwerk wird ausgebaut
Parallel dazu wird auch in Telford ausgebaut: Das bestehende Lackierwerk wird um eine Spritzgussteile-Produktion erweitert.
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