Mo, 24. September 2018

Bis 42 cm Neuschnee

16.10.2012 11:27

Wintereinbruch in Österreich: "Spuk dauert nicht lange"

Der Winter hat in der Nacht auf Dienstag in Österreich erstmals laut angeklopft: So fielen etwa auf Salzburger Bergen bis zu 42 Zentimeter Neuschnee, und auch in Vorarlberg, Tirol und Kärnten ging die weiße Pracht nieder und sorgte teilweise für Verkehrsbehinderungen. "Der Spuk dauert aber nicht lange", erklärte Wetterexperte Alexander Ohms von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

"Morgen gibt es wieder Föhn und wir erwarten einen Temperaturanstieg um 20 Grad", sagte Ohms. Am Freitag soll die Quecksilbersäule in 2.000 Metern Seehöhe bereits wieder auf plus 18 Grad klettern, "das sind Temperaturen wie im Sommer".

Ein derartiger Kaltluftvorstoß mit Schnee bis in die Täler ist Mitte Oktober nach Angaben des Wissenschaftlers völlig normal, "mitunter liegen um diese Jahreszeit auch schon 20 Zentimeter Schnee in den Tälern".

Auf dem Sonnblick wurden 42 Zentimeter Neuschnee gemessen. Massiv von den Schneefällen betroffen war auch die Salzburger Tauernautobahn bei Flachauwinkel: Beim Nordportal des Tauerntunnels fielen in der Nacht 35 Zentimeter Schnee. In Radstadt (Pongau) und Krimml (Pinzgau) lag Dienstag früh eine acht Zentimeter dicke Schneedecke.

Winter schickt erste Vorboten nach Vorarlberg
Auch in Vorarlberg meldete sich der Winter zurück: Die Schneefallgrenze fiel bis auf 900 Meter. In Berggebieten auf 1.800 Metern Seehöhe kamen im Laufe des Montags bis zu 30 Zentimeter Neuschnee zusammen. Das Bödele oberhalb von Dornbirn wurde "angezuckert". Die prognostizierte Wärmeperiode dürfte der weißen Pracht aber rasch den Garaus machen. Der Föhn wird die Temperaturen in Tallagen im Laufe der Woche auf über 20 Grad ansteigen lassen. Das warme Wetter soll laut Angaben der ZAMG in Bregenz bis zum Wochenende anhalten.

Altweibersommer in Tirol "im Anmarsch"
Nur kurz dürfte der Wintereinbruch auch in Tirol dauern. Bis zu 40 Zentimeter Neuschnee wurden zwar in der Nacht auf Dienstag etwa in den Stubaier Alpen gemessen. Am Donnerstag sollte die Nullgradgrenze wieder auf über 3.500 Meter steigen, am Wochenende könnte es dann wieder über 20 Grad plus haben. Die ZAMG-Wetterdienststelle in Innsbruck prognostizierte jedenfalls stabiles Hochdruckwetter. "Der Altweibersommer ist im Anmarsch", kündigte Meteorologin Susi Lentner an.

Nach den Verkehrsproblemen am Montag - etliche Lkws waren auf der Brennerautobahn wegen des Schneefalls hängen geblieben (siehe Infobox) - verursachte die Weiße Pracht am Dienstag im Tiroler Straßenverkehr keine neuen Probleme.

200 Menschen in Kärnten von Außenwelt abgeschnitten
Aufgrund von Schneefall und umgestürzten Bäumen kam es am Dienstag auch in Kärnten zu Verkehrsbehinderungen. In Krems (Bezirk Spittal) kam es zu mehreren Murenabgängen, Menschen wurden aber nicht verletzt. Allerdings wurde ein Wohnhaus in Mitleidenschaft gezogen, eine Gemeindestraße wurde abschnittsweise verschüttet und unpassierbar gemacht. Laut ORF Kärnten waren dadurch 200 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.