Fr, 21. September 2018

Sanierung zu teuer

08.10.2012 18:49

Desolater Wiener Gemeindebau wird abgerissen

Es hätte eigentlich ein Informationsabend über Sanierungs-Möglichkeiten eines Gemeindebaus im Wiener Bezirk Meidling werden sollen. Die Einladung an die Mieter klang belanglos. Doch was dann kam, dürfte wohl auch Hartgesottene völlig überrumpelt haben: Denn Sanierung gibt es keine, vielmehr wird der Bau aus dem Jahre 1953 dem Erdboden gleichgemacht. Die Mieter werden nun abgesiedelt, Ersatzwohnungen sind bereits reserviert.

Wohnbaustadtrat Michael Ludwig ist selbst nicht ganz wohl bei der Sache. "In dieser außergewöhnlichen Situation wird daher von der Stadt Wien und Wiener Wohnen alles unternommen, um die Bewohner bestmöglich zu unterstützen", erklärt er.

140 Menschen müssen ihre gewohnte Umgebung verlassen, eine Sanierung des Gemeindebaus in der Darnautgasse 10 ist nicht möglich. Zu enorm wäre der technische und wirtschaftliche Aufwand - somit nicht finanzierbar.

"Ich habe Angst"
"Die älteren Leute sind völlig verzweifelt. Da nutzt es auch nichts, dass uns adäquate Wohnungen versprochen wurden", so der 70-jährige Franz Träxler. Auch Penbe Aydogdu macht sich große Sorgen: "Ich habe Angst, ich weiß nicht, ob ich mir etwas Neues leisten kann." Ja, verspricht Wiener Wohnen. Die Miete für die Ersatzwohnungen werde auf Basis der derzeitigen berechnet. Außerdem gebe es volle Unterstützung bei der Übersiedlung und Ablöse-Zahlungen.

Was mit dem Grundstück passiert, ist im Detail noch offen. Es soll jedoch, so wurde betont, auch künftig für sozialen Wohnbau genutzt werden.

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