Nach Angaben des Verteidigungsministeriums zieht es Frauen am ehesten des Sportes wegen zum Heer. Mit knapp 70 Sportlerinnen hat das Heeressportzentrum mit Abstand am meisten Frauen. Weiter abgeschlagen folgen das Militärmedizinische Zentrum, die Militärstreife bzw. Militärpolizei, das Sanitätszentrum Süd und die Theresianische Militärakademie. Dort versehen jeweils 15 Soldatinnen ihren Dienst. In den anderen Bereichen findet sich das weibliche Geschlecht nur vereinzelt.
Niederösterreich mit über 90 Soldatinnen Spitzenreiter
Genauso wie der Frauenanteil an den Berufssoldaten generell beträgt jener an den Offizieren 2,3 Prozent (69 von 2.974). In der Gruppe der Unteroffiziere ist das weibliche Geschlecht mit einem Prozentsatz von nur 1,2 Prozent (122 von 9.875 Unteroffizieren) dagegen noch weniger präsent. Vergleichsweise viele Soldatinnen gibt es dafür bei den Chargen, nämlich 4,7 Prozent (138 von 2.963). Am geringsten ist der weibliche Anteil aber naturgemäß bei der mit der Zeit gewachsenen Miliz, er beträgt dort nicht einmal ein Prozent: Von über 26.700 Milizsoldaten sind gerade einmal 68 Frauen.
Beim Vergleich der Bundesländer ist das größte Bundesland Niederösterreich mit über 90 Frauen Spitzenreiter, gefolgt von Salzburg, der Steiermark und Wien (je über 40). Am wenigsten Frauen beim Heer gibt es in den beiden kleinsten Bundesländern, Vorarlberg und dem Burgenland (je weniger als zehn). Das Heer ist seit 1998 für Frauen zugänglich.
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