Dem 1. FC Köln um Kapitän Florian Kainz droht im Sommer der völlige Zerfall. Leverkusen bleibt indes weiter unbesiegt – in Dortmund gelang erst ganz spät das 1:1.
Als Kapitän blieb ihm keine Wahl. ÖFB-Legionär Florian Kainz stellte sich nach dem 0:2 gegen Darmstadt, das zuletzt 22 Ligaspiele nicht gewonnen hatte, den Köln-Fans. Und verriet, was die Anhänger zu sagen hatten: „Dass sie nicht zufrieden sind, dass wir alles reinhauen sollen und dass sie uns nicht mehr sehen wollen!“
Die Darmstadt-Partie war als Endspiel auserkoren worden, statt ums Überleben zu kämpfen, ergab sich das Team verunsichert dem Schicksal. „Es ist klar, dass die Fans sauer sind, ihren Zorn rauslassen. Wir werden, solange es möglich ist, kämpfen“, so Kainz zum Abstiegskampf. Den man gut kennt - schließlich droht Köln der siebente Gang in die zweite Liga. Der angesichts der Transfersperre schlimme Folgen hätte: Wegen eines Verstoßes gegen FIFA-Regularien beim Transfer des Jugendspielers Jaka Potocnik darf der FC erst im Winter Transfers tätigen. Im Sommer hätten bei einem Abstieg Selke und Uth keinen gültigen Vertrag für die 2. Liga. Weitere vier Profis, darunter Dejan Ljubicic, haben Ausstiegsklauseln. Leverkusens Ungeschlagen-Serie hielt auch in Dortmund. Stanisic glich ganz spät zum 1:1 aus.
Bald „Dino aller Klassen“
Beim Hamburger SV sieht es düster aus. Der war von den 16 Bundesliga-Gründungsmitgliedern der einzige Verein, der bis 2018 55 Jahre an der höchsten Spielklasse teilnahm, den Spitznamen „Bundesliga-Dino“ erhielt. Jetzt könnte man zum Zweitliga-Dino werden: Steigen Leader Kiel und St. Pauli auf, wäre der HSV der längstdienende aller aktuellen Zweitligisten ...
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