Boxer Mansur Elsaev ist im Ring bisher noch ungeschlagen und holte in 18 Duellen 18 Siege. Österreichs Nummer eins will am Samstag in der Steffl Arena den EM-Triumph feiern. Der Titel soll jedoch erst der Anfang sein. Mit Jugendlichen wird jeden Sonntag im Wiener Prater eine Laufrunde gedreht.
Als Türsteher oder Mitarbeiter einer bekannten Supermarkt-Kette hat Mansur Elsaev auch Qualitäten. Richtig daheim fühlt sich der 33-Jährige aber im Boxring. In dem er aktuell Österreichs Nummer eins ist und in bisher 18 Profikämpfen 18 Siege feierte, 16 durch K. o. Am Samstag wartet auf den Mann mit den Beinamen „Golden Boy“ und „Rocky von Wien“ der bislang wichtigste Fight seiner Karriere. Auf den er sehr lange warten musste. In der Steffl Arena geht es nun gegen den Franzosen Mickael Diallo (Spitzname „Der katalanische Bomber“) um den EM-Titel im Halbschwergewicht. „Ein extrem starker Gegner, aber ich bin bereit, freue mich auf den Kampf“, brennt Elsaev auf den Tag X.
Der Titel soll trotzdem nur eine Zwischenstation sein: „Ich träume davon, für Österreich den WM-Titel zu holen!“ Der 1991 in Tschetschenien geborene Elsaev kam 2004 nach Wien, begann hier mit dem Boxen. 2009 bis 2012 boxte er in Russland für das dortige Nationalteam, dann kehrte er wieder nach Wien (Leopoldstadt) zurück. 2014 wagte Elsaev den Schritt zur Profikarriere, in der er nach wie vor unbesiegt ist. In seiner Rolle als Box-Star ist ihm besonders wichtig, ein Vorbild für die Jugend zu sein. „Weil ich weiß, dass die Jugendlichen auf der Straße viel Blödsinn machen. Sie brauchen Zuspruch und Aufmerksamkeit. Und die will ich ihnen geben.“
So versammelt er zum Beispiel jeden Sonntag im Wiener Prater bis zu 50 Jugendliche zu einer gemeinsamen Laufrunde. Vor wenigen Monaten gründete Elsaev den Verein „Golden Boy Boxing Vienna“. Ziel ist eine eigene Boxakademie, die Kindern und Jugendlichen Chancen und Perspektiven bieten soll. „Um zu sehen, was mit harter Arbeit und eisernem Willen möglich ist!“ Vielleicht ja gar der EM-Titel.
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