Im April steht die Indexanpassung der Mobilfunktarife an die Jahresinflation an, womit für viele Handybesitzer die Preise um bis zu acht Prozent steigen werden. Das nutzt der Diskont-Anbieter HoT für eine Marketing-Aktion: Ab sofort erhalten alle Pakettarife zum gleichen Preis dauerhaft um 7,8 Prozent mehr Datenvolumen, so Michael Krammer vom HoT-Eigentümer Ventocom.
Der Ventocom-Chef rechnet gegenüber der APA vor: Zusammen mit den Preiserhöhungen des vergangenen Jahres würden sich durch die Indexanpassung für eine Durchschnittsfamilie Mehrkosten von rund 100 Euro pro Jahr ergeben. Über zwei Drittel der Mobilfunk-Kunden seien von einer solchen Indexanpassungsklausel im Vertrag betroffen, ein außerordentliches Kündigungsrecht gebe es oftmals nicht. Dem begegne HoT „mit dieser umgekehrten Indexanpassung zugunsten aller Kundinnen und Kunden“. Auch andere Diskonter wie Spusu verzichten auf die Preiserhöhung. Zusatz-Datenvolumen oder andere Zuckerl bieten aber nicht alle.
Rufnummernmitnahme ist heilig
Die Telekom-Regulierungsbehörde RTR hat kundgetan, dass den Österreichern beim Anbieterwechsel der Erhalt der bisherigen Handynummer ihr „Ein und Alles“ ist. „Insgesamt 113.731 Portiervorgänge fanden im 3. Quartal 2023 statt, das sind um knapp 27 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahlen sind ein Hinweis darauf, dass Österreicher durchaus kostenbewusst und wechselwillig sind und beim Anbieterwechsel ihre Handynummer beibehalten bzw. mitnehmen“, so die Behörde in einer Aussendung.
Die Folge der Wechselwilligkeit ist, dass sich die Marktanteile von den großen zu den kleineren Anbietern verschieben: „Hot bewegt sich auf die 10-Prozent-Marke zu“, rechnet die RTR vor. Die ersten drei Plätze nehmen weiterhin A1 mit einem Marktanteil von 37,6 Prozent, Magenta mit 25,4 Prozent und Drei mit 21,3 Prozent ein.
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