"Wir sind sehr, sehr glücklich, dass Tamira nach ihren guten Leistungen dabei sein kann", erklärte Österreichs Verbandspräsident und Paszek-Manager Ronald Leitgeb. Die Vorarlbergerin selbst hatte ihre erste Olympia-Teilnahme noch vor wenigen Tagen als Karriere-Höhepunkt bezeichnet: "Es war mein absoluter Traum, dieses Jahr bei Olympia dabei zu sein und für mein Land zu spielen."
Protestschreiben mit Wirkung
Ursprünglich hatte die ITF die vom heimischen Verband angestrebte Ausnahmeregelung für Paszek abgelehnt, da die 21-Jährige in den vergangenen vier Saisonen nur einmal statt zumindest zweimal für den Fed Cup zur Verfügung gestanden war. Der ÖTV brachte daraufhin ein Protestschreiben bei der ITF ein, hatte er doch in mehreren Schreiben sowie in persönlichen Gesprächen mit ITF-Präsident Francesco Ricci Bitti ganz klar sein Bekenntnis für eine Teilnahme von Österreichs Nummer 1 abgegeben. Auch seitens des Österreichischen Olympischen Komitees, das das Protestschreiben unterstützte, hatte es keine Einwände gegeben.
"Keiner hat mich damals gefragt, ob ich spielen will"
Nun würdigte das "Board of Directors" der ITF jene vom ÖTV zusätzlich nachgereichten Dokumente, die bestätigten, dass Paszek 2010 für den Fed Cup zwar zur Verfügung gestanden, aber nicht ausgewählt worden war. Auch eine eidesstattliche Erklärung von Jürgen Waber fand sich darunter, in der der Fed-Cup-Kapitän über die Rückenprobleme seines Schützlings in der zweiten Jahreshälfte 2009 Auskunft gab. "Ich war 2010 nach meiner Rückenverletzung bereit zu spielen, und keiner hat mich gefragt, ob ich spielen will", hatte Paszek dazu nach ihrem Wimbledon-Aus erklärt.
Schweizerin verzichtete
"Deshalb hat das Board festgestellt, dass Frau Paszek die zwei Erfordernisse der Bestimmung erfüllt. Dass sie in gutem Einvernehmen mit dem ÖTV steht, und dass sie für zwei Fed Cups im Olympischen Zyklus zur Verfügung gestanden ist", hieß es in einer Aussendung der ITF vom Freitag. Paszek werde nun jenen Platz erhalten, den die ITF ursprünglich für die Schweizerin Timea Bacsinszky vorgesehen hatte. Diese habe gegenüber dem Schweizer Olympischen Komitee ihren Verzicht erklärt.
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