214 Städte der Welt hat das Consultingunternehmen Mercer auch in diesem Jahr bewertet: Das Ranking - die Top 50 findest du hier - soll zeigen, in welchen Städten die Mitarbeiter von internationalen Unternehmen am teuersten oder aber am günstigsten leben. Mercer hat Wien auch mit dem 1. Platz in der Lebensqualitäts-Studie beglückt (siehe Infobox) – eine Bewertung, die in keiner Wahlrede der rot-grünen Rathauskoalition in den nächsten Jahren fehlen darf.
Das Abschneiden in der nun veröffentlichen City-Studie kann die regionale Finanz- und Wirtschaftspolitik allerdings nur schwerlich als Erfolg verkaufen: Für die "Vergünstigung" Wiens im Vergleich zum Jahr 2011 nennen die Experten die Probleme des Euro als Hauptursache, dazu käme noch eine gesamtwirtschaftlich instabile Lage. Dass allerdings – wie in der Mercer-Studie für die Entwicklung in Europa angeführt – die Mietpreise sinken, ist für den Wiener Markt so nicht nachvollziehbar.
Zweifel und Kritik an Mercer-Studie
Auch sonst haben die Oppositionsparteien massive Zweifel an der Studie. So kritisiert etwa das BZÖ: "Das kann im Ranking ja sicher nicht stimmen, dass Wien mit seinem Platz 48 wesentlich teurer als Brüssel auf dem 71. Platz ist." Und von der ÖVP kommt der Einwand: "Schade, dass nur Manager befragt worden sind. Mercer hätte vielleicht auch die Bewohner zum Thema Teuerung interviewen sollen."
Und der weltweite Vergleich der Lebenshaltungskosten für Manager zeigt noch weitere interessante Details: Die angolanische Öl-Boom-City Luanda ist im Ranking gleich nach Tokio die teuerste Stadt der Welt. Osaka und Moskau folgen auf den Plätzen drei und vier, Genf und Zürich kommen auf Rang 5 und 6. Teurer als Wien soll auch Bamako in Mali sein (39) – und gleich nach Österreichs Bundeshauptstadt folgt auf Rang 49 Baku, der heurige Austragungsort des Song Contests.
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