Es sind verrückte Bilder, die seit Mittwoch im Internet für große Verwunderung und viel Diskussionen sorgen. Adrian Mannarino hat sich beim United Cup in Sydney mit dem Schläger selbst eine blutige Stirn geschlagen - und sich danach behandeln lassen. Schlimm genug! Aber darf er das überhaupt?
Es war im Match der Franzosen gegen den Italiener Lorenzo Sonego. Mannarino gewann den ersten Satz mit 6:4, doch im zweiten Satz drohte sein Aufschlagspiel gebreaked zu werden. Dann schlug sich der 35-Jährige plötzlich völlig gefrustet mit dem Schlägerkopf auf seine Stirn - und das gleich mehrmals und nicht gerade sanft.
Die Zuschauer und auch Gegner Sonego waren fassungslos, umso mehr, als sich Mannarino danach auch noch sein blutiges Cut behandeln minutenlang lassen musste.
TV-Experte und Ex-Tennisprofi Wally Masur zweifelte sogar daran, dass dies überhaupt erlaubt sei.: „Wenn eine Verletzung selbst verschuldet ist, kann man dann eine Auszeit nehmen? Sagen wir, man ist in einer schwierigen Situation und dann sagt man sich: ‘Gut, ich schlage mich mit einem Schläger und hole mir eine Auszeit.‘“ War die Frust-Aktion also vielleicht gar geplant, um Sonego aus dem Konzept zu bringen?
Fest steht: Der Weltranglisten-22. hat das Match gegen Sonego noch gewonnen und in weiterer Folge hat auch Frankreich den Aufstieg ins Viertelfinale und später sogar ins Halbfinale des Mixed-Mannschaftswettbewerbs geschafft.
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