"Mocoa" ist da

Süßer Ameisenbär-Nachwuchs im Schönbrunner Zoo

Österreich
27.04.2012 10:59
Das Ameisenbär-Weibchen "Ilse" hat am Sonntag nach rund 190 Tagen Tragzeit im Zoo Schönbrunn ein weibliches Jungtier zur Welt gebracht. Einen Namen hat das kleine Mädchen natürlich auch schon – es wurde von den Pflegern "Mocoa" getauft.

Man muss schon genau schauen, um das Jungtier im Fell seiner Mutter zu erkennen. "In typischer Ameisenbär-Manier reitet das Kleine huckepack. Den Großteil des Tages schlummert es aber unter ihrem buschigen Schwanz. In dieser Position wird es auch die ersten Monate gesäugt", so Tiergartendirektorin Dagmar Schratter am Freitag. 

Damit die Pfleger kontrollieren können, ob Mocoa an Gewicht zulegt, wird regelmäßig gewogen. Derzeit bringt sie rund 1.450 Gramm auf die Waage und ist etwa 35 Zentimeter groß. Sorgen um die Entwicklung der kleinen Mocoa muss man sich in keinem Fall machen: "Ilse ist bereits 16 Jahre alt und eine routinierte Mutter. Im Jahr 2000 hat sie sogar Zwillinge erfolgreich aufgezogen. Dies war eine weltweite Premiere", berichtete Schratter. Zudem brachte im Jahr 2011 eine Ameisenbärin ein Junges namens "Hombrecito" zur Welt (siehe Infobox).

Termiten und Ameisen auf dem Speiseplan
Ameisenbären sind trotz ihres Namens nicht näher mit den Bären verwandt. In freier Wildbahn erstreckt sich der Lebensraum der Einzelgänger über Mittel- und Südamerika.

Die zahnlose Schnauze mit der langen Zunge machen Ameisenbären in ihrem Aussehen so charakteristisch. Ihre scharfen und langen Krallen eignen sich ideal zum Aufreißen von Ameisen- und Termitenbauten, der Hauptnahrung der Tiere. In menschlicher Obhut steht jedoch auch Obst auf dem Speiseplan.

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