24.01.2012 15:55 |

Harte Bandagen

"As" vergleicht Jose Mourinho mit Kapitän Schettino

Real-Madrid-Trainer Jose Mourinho steht vor dem "Clasico" am Mittwoch gegen Barcelona wieder einmal statt seiner Mannschaft im Blickpunkt der spanischen Medien. Die Zeitung "As" berichtet, dass der 48-Jährige gegenüber Vertrauten einen Abgang in Madrid im Sommer angekündigt hat. Das Blatt höhnte in Anspielung auf das "Costa Concordia"-Unglück daher pietätlos: "Mourinho spielt mit dem Gedanken, es dem Kapitän Francesco Schettino nachzumachen und von Bord zu springen."

Am Mittwochabend findet das "Copa del Rey"-Rückspiel in Barcelona statt. Das Hinspiel in Madrid hatte Barca 2:1 gewonnen, weshalb die Katalanen klarer Favorit sind. Der emotional hochgeschaukelte "Clasico" ist der neunte für Mourinho als Real-Coach. Am Dienstag stellte sich der Portugiese bei einer Pressekonferenz höchst widerwillig den Journalisten. Auf die Frage, ob er glücklich bei Real sei, folgte nur ein Murmeln.

Mit Verweis auf die Meisterschaft wirkte der Portugiese dann doch gesprächiger. "Wir haben fünf Punkte mehr als jenes Team, das von allen als bestes der Welt gesehen wird. Es schaut für mich nicht so aus, als ob wir so viele Probleme hätten oder bei uns alles schlecht läuft."

Mourinho erklärtes Feindbild der Barca-Fans
Das angespannte Nervenkostüm der Madrilenen dürfte auch in Barcelona dünn sein. Reals Pepe sorgte mit seinem nicht geahndeten Tritt auf die Hand von Barca-Superstar Lionel Messi dafür, dass die Fans der Blau-Roten die Gäste noch weniger willkommen heißen werden, als dies ohnehin der Fall gewesen wäre. Mourinho ist zudem das erklärte Feindbild der katalanischen Anhänger, das aufgrund seiner Vergangenheit als Assistent des Ex-Barcelona-Trainers Bobby Robson nur allzu gern als "Traductor" (Übersetzer) verhöhnt wird.

Auch in Madrid ist "The Special One" trotz Platz eins in der Liga aufgrund seiner miserablen Bilanz gegen den Dauerrivalen angezählt. In den neun "Clasicos" unter dem Portugiesen reichte es für die Madrilenen bei fünf Niederlagen und drei Remis nur zu einem Sieg im Cup-Finale 2011 (1:0 n.V.). Noch dazu berichteten die spanischen Gazetten von einem Machtkampf zwischen Mourinho und einigen von Reals spanischen Teamkickern hinter den Kulissen.

Ramos beim Rapport
Diese seien verärgert, dass der Trainer seine Landsleute Cristiano Ronaldo, Pepe, Ricardo Carvalho und Fabio Coentrao favorisiert. Der von der Presse ausgemachte Rädelsführer Sergio Ramos wurde Montag ins Büro von Klub-Boss Florentino Perez zitiert. Ramos soll laut einem Bericht der "Marca" versichert haben, dass die Spieler geschlossen hinter Mourinho stehen. "Wer behauptet, dass die Mannschaft gespalten ist, der lügt. Wir sind eine hervorragende Mannschaft, die zusammen für den Erfolg arbeitet", ließ der Verteidiger ausrichten.

Barcelona will sich vom Rumoren bei Titelverteidiger Real nicht irritieren lassen. Für die Katalanen ergibt sich die historische Chance, am Erzrivalen in der ewigen Statistik vorbeizuziehen. Nach 217 Pflichtspielen gegeneinander halten aktuell beide Teams bei je 86 Siegen.

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