"Krone": Schon dreimal in deiner Karriere hast du in Zagreb den Titel einer "Schneekönigin" gewonnen. Ist das eines deiner Lieblingsrennen?
Marlies Schild: Ich fahre jedenfalls gern nach Zagreb. Das Rennen ist immer bestens organisiert, es sind dort immer viele Zuschauer. Und es ist wieder etwas ganz anderes von der Strecke her.
"Krone": Nachtslaloms sind ja eine deiner Spezialitäten.
Schild: Ach, eigentlich ist es mir egal, ob wir bei Tages- oder beim Flutlicht fahren. Aber in der Früh ausschlafen zu können, das ist schon etwas, was mir gefällt.
"Krone": In Zagreb könntest du erstmals in deiner Karriere den fünften Sieg in Serie einfahren. Ist dir das wichtig?
Schild: Das muss passieren, das kann man nicht planen. Und wichtig? Ich weiß nicht. Statistiken sind ja ganz nett, aber eigentlich erst nach dem Rennen. Im Starthaus hat das nichts verloren. Da sind alle Serien uninteressant. Ich denke in diesen Momenten auch wirklich nicht dran.
"Krone": Den Weltrekord bei Siegesserien hält Ingemar Stenmark. Er hat 14 Riesentorläufe in Folge gewonnen.
Schild: Oh – das ist richtig viel. Eigentlich kaum vorstellbar.
"Krone": War es früher leichter, solche Serien aufzustellen?
Schild: Leichter würde ich nicht unbedingt sagen. Anders auf jeden Fall. An der Spitze ist es enger geworden, das zeigen ja auch die Zeitrückstände. Und was früher sicher besser für die Topstars war: Es gab die 30er-Regel ja noch nicht.
"Krone": Was die Ski-Welt verblüfft, ist die Selbstverständlichkeit deiner Slalom-Läufe. Wie leicht fällt dir denn das Siegen?
Schild: Von leicht kann nicht die Rede sein. Ich versuche natürlich, so locker wie nur möglich an die Sache heranzugehen. Aber es ist schon immer ein Kampf, das könnt ihr mir glauben. Selbst wenn es vielleicht immer sehr ruhig aussieht. Nein, keine Spur von leicht. Schließlich wird der Druck ja auch nicht wirklich kleiner.
"Krone": Und packst du in jedem Rennen 100 Prozent deines Leistungsvermögens aus?
Schild: Eigentlich schon. Es gibt nur manchmal Passagen, bei denen ich mehr oder weniger dosiere. Aber sonst versuche ich auf 100 Prozent zu kommen.
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