Aufklärungsvideos

Google-Kampagne gegen manipulative Desinformation

Web
05.06.2023 16:05

Google wird in Zusammenarbeit mit sechs deutschen Partnern eine Videokampagne starten, um Fehlinformationen und Manipulationsversuche im Internet zu bekämpfen. Die Aufklärungsvideos sollen in den kommenden Wochen und Monaten auf der Google-Videoplattform YouTube sowie auf Facebook und Instagram - die zum konkurrierenden Meta-Konzern gehören - zu sehen sein.

Die Videos sollen nicht spezifische Vorurteile - wie etwa Vorurteile gegenüber ukrainischen Flüchtlingen oder konkrete Falschnachrichten - behandeln, sondern im Allgemeinen auf drei verschiedene Manipulationstechniken hinweisen.

Dekontextualisierung und Panikmache
In den Videos wird dabei eine Manipulationstechnik gezeigt, bei der Texte oder Bilder absichtlich aus dem Zusammenhang gerissen oder unvollständig dargestellt werden („Dekontextualisierung“). Ein weiteres Video warnt vor Panikmache, bei der beispielsweise reißerische Wörter wie „dramatisch“ oder „extrem“ in Überschriften verwendet werden, um emotionale Reaktionen hervorzurufen.

Eine weitere Manipulationstechnik besteht darin, absichtlich von einem Thema abzulenken. Das Video empfiehlt, sich nicht auf plötzliche Themenwechsel oder die Frage „Aber was ist mit...?“ einzulassen und das Gespräch auf das ursprüngliche Thema zurückzuführen.

Die Kampagne* basiert auf Untersuchungen von Psychologen an den britischen Universitäten Cambridge und Bristol, die ein Konzept der Vorbeugung von Fehlinformationen („Prebunking“) entwickelt haben. Dabei sollen Zuschauer dafür sensibilisiert werden, dass vermeintlich neutrale Informationen nur dazu dienen, Menschen etwas vorzugaukeln, was nicht der Wahrheit entspricht.

*Die inhaltlichen Details der Kampagne wurden gemeinsam mit den Partnerorganisationen Correctiv, Alfred Landecker Stiftung, Amadeu Antonio Stiftung, Das NETTZ, klicksafe und den Neuen Deutschen Medienmachern erarbeitet. Das Konzept unterscheidet sich von einer ähnlichen Kampagne in Tschechien, der Slowakei und Polen, die im Herbst und Winter 2022 jeweils fast ein Drittel der Bevölkerung erreichte.

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.



Kostenlose Spiele