Selbst wenn das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist, seien Lebensmittel noch genießbar, erklären Greenpeace-Experten - und präsentieren neue Testergebnisse.
Auch einen ganzen Monat nach Überschreiten des Mindesthaltbarkeitsdatums sind frische Eier, Striezel, Mischbrot, Selchroller sowie Frischkäse unbedenklich und nach wie vor genießbar. Nur die gefärbten, hart gekochten Eier fielen beim Test der Lebensmittelversuchsanstalt durch – das ergab die erste Etappe des Greenpeace-Langzeittests.
„Das sogenannte MHD muss zwar gesetzlich angegeben werden, ist aber dennoch kein magisches Verfallsdatum. Wer schaut, riecht und kostet, verschwendet deutlich weniger Lebensmittel und schont auch die Geldbörse“, redet der Aktivist Sebastian Theissing-Matei den Konsumenten ins Gewissen.
Die Zahlen sind jedenfalls schockierend. Denn jährlich werden in den heimischen Privathaushalten Lebensmittel im Wert von 1,6 Milliarden (!) Euro einfach in die Mülltonne geworfen. Besonders häufig landen dabei Brot und Gebäck im Mist. Viel von dieser wertvollen Nahrung, die eben dann doch nicht im Kühlschrank oder auf unseren Tellern landet, wird sogar noch originalverpackt im Restmüll entsorgt. Dafür gibt es mehrere Gründe. Dazu gehört etwa, dass viel zu viel – ohne nachzudenken – eingekauft wird, oder dass eben das Mindesthaltbarkeitsdatum von Genießern gründlichst missverstanden wird.
Das Ergebnis der sensorischen und wissenschaftlich gründlichen mikrobiologischen Labortests: Striezel, Brot, Selchroller und frische Eier hätten sofort unbedenklich verspeist werden können. Lediglich beim Frischkäse wurden geringfügige Veränderungen beim Geschmack sowie bei der Konsistenz festgestellt.
Südfrüchte aus Brasilien stark Pestizid-belastet
Alarmierendes Greenpeace-Testergebnis im Lichte des drohenden Mercosur-Paktes: Bei der Überprüfung von Importfrüchten aus Brasilien in ganz Europa waren diese übermäßig mit Pestiziden belastet. Theissing-Matei: „Ein Vorgeschmack auf den unseligen Pakt.“
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