Seit Mai herrscht wegen einer Straßenbaustelle veritable Flaute im Lokal „Check In“ am Flugplatz Bad Vöslau-Kottingbrunn in Niederösterreich - die Wirtfamilie ist naturgemäß verzweifelt, 50 Prozent der Umsätze bleiben aus. Schuld daran, sollen Gemeinde und Baufirmen sein ...
Gähnende Leere statt regen Betriebs – so sieht aktuell die Situation im Flugfeld-Lokal „Check In“ bei Kottingbrunn, Bezirk Baden, aus. Schuld daran haben aber nicht die Teuerungswelle oder der Rummel auf Start- und Landebahn, sondern die „Bauhölle“ an der Zufahrtsstraße. Für einen kombinierten Rad- und Fußweg samt Kreisverkehr nimmt die öffentliche Hand dort nämlich 2,4 Millionen Euro in die Hand.
Dem Lokalbesitzer entgehen durch die weiträumige Umleitung Tausende Euro, er ist empört: „Es gab kein Gespräch im Vorhinein, und seit unserem letzten Termin hat sich der Bürgermeister auch nicht mehr blicken lassen. Unser Geschäft ist um 50 Prozent eingebrochen, weil keiner den Umweg in Kauf nimmt“, klagen die Lokalbetreiber Christian Fischer und Lebensgefährtin Michelle Bendekovics.
Druck auf Verantwortliche wächst
Unterstützung kommt vom Verein Ombudsstelle Kottingbrunn: „Diese Baustelle wurde von der Planungsfirma so geplant, dass die Kosten für die Gemeinde am günstigsten sind, den Unternehmern aber die Existenz kosten kann! Außerdem bauen andere Firmen in wenigen Monaten ganze Straßenzüge, in Kottingbrunn reicht es nur für einen Fahrradweg. Bürgermeister Christian Macho muss handeln“, poltert Sprecher Wolfgang Faltus.
Mittlerweile will man am Flugfeld sogar den Klagsweg bestreiten. Im Visier: die Gemeinde und alle beteiligten Firmen.








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