24.06.2022 09:41 |

„Dicker Fisch“

Flüchtiger Schwerverbrecher ging bei uns ins Netz

Drogen, Waffen, Erpressung, Gewalt - für 16 Jahre sollte das Mitglied einer Suchtgiftbande in den italienischen Häfen. Doch der Albaner hatte rechtzeitig die Flucht ergriffen. Nun ging der 32-Jährige bei uns ins Netz. 

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„Operation Daku“ war einer der größten Anti-Drogen-Schläge der italienischen Polizei in den vergangenen zehn Jahren: Mehr als eine halbe Tonne an Kokain und Marihuana soll die 2012 gesprengte Suchtgiftbande von Albanien nach Terni geschmuggelt und mit dem illegalen Handel Millionen verdient haben. Für 15 Hauptverdächtige, die ihre Geschäfte von einer Parkbank aus führten, klickten im Zuge der Zugriffe einst die Handschellen.

Einem der großen kriminellen Fische war jedoch noch rechtzeitig die Flucht gelungen. Drogen- und Waffenhandel, Erpressung, Nötigung sowie schwere Körperverletzung - die Liste der ihm vorgeworfenen Delikte ist schier endlos. Wofür der geflüchtete Albaner in Abwesenheit auch zu insgesamt 16 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.

Bis vor Kurzem war es dem mittlerweile 32-jährigen Gesuchten erfolgreich gelungen, sich vor der italienischen Justiz zu verstecken. Nun hat seine Flucht aber ein Ende genommen - und dies Dank österreichischer Fahnder: Der Verdächtige hatte sich am kriminellen „Arbeitsmarkt“ offenbar umorientiert und sich einer Wohnungs- bzw. Hauseinbrecherbande angeschlossen. Die vor wenigen Wochen von den Kriminalisten gesprengt werden konnte.

Auslieferung an Grenze
Nähere Details zum Zugriff wolle man auf Grund weiterer, noch laufender Ermittlungen nicht preisgeben. Allerdings schrillten bei der Überprüfung des Albaners die Alarmglocken des Fahndungscomputers. Und so wurden die italienischen Behörden umgehend informiert - die auch sofort einen Auslieferungsantrag stellten. Vor wenigen Tagen wurde der 32-Jährige nun am Grenzübergang in Arnoldstein den benachbarten Kollegen übergeben.

Klaus Loibnegger
Klaus Loibnegger
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