11.04.2022 10:00 |

Gegen Wucher-Preise

SPÖ-Chef Egger fordert Landes-Studentenheim

Geht es nach David Egger, könnte das Land selbst der nächste Studentenheim-Betreiber sein. Nach dem Wirbel um die Wucher-Preise eines Studentenheims macht der SPÖ-Chef nun den Vorschlag, das Land solle jetzt selbst bauen. Finanziert werden soll das Ganze mit Geld aus dem Budget, das ungenützt bleiben würde.
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Der politische Aufschrei war groß, als bekannt wurde, dass ein privater Studentenwohnheim-Betreiber nicht nur Wucher-Preise von seinen Bewohnern verlangt, sondern dafür auch noch eine ordentliche Förderung vom Land kassiert hat. 1,6 Millionen Euro an Steuergeld floss in den Bau des Studentenheims in der Gaswerkgasse, nun verlangt der Betreiber mehr als 600 Euro Miete für Mini-Zimmer (die „Krone“ hat berichtet). Die zuständige Landesrätin Andrea Klambauer (Neos) prüft nun, ob der Bauherr das Fördergeld wegen der hohen Zimmerpreise zurückzahlen muss.

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Ich schlage vor, dass das Land selbst, vielleicht mit einem bestehenden Betreiber, Wohnheime errichtet.

David Egger, Salzburger SPÖ-Chef

Um solche Situationen in Zukunft zu vermeiden, schlägt SPÖ-Chef David Egger nun einen ganz anderen Weg vor. Das Land solle selbst in den Wohnbau einsteigen. Als Pilotprojekt könnte das Land mit liegengebliebenen Geldern ein eigenes Studentenheim bauen – und die Zimmer günstig an Studenten vermieten. „In den letzten vier Jahren sind rund 130 Millionen Euro Wohnbauförderungsgelder ungenützt im Budget versunken. Dieses Geld sollte dringend für die Senkung der explodierenden Wohnpreise eingesetzt werden“, sagt Egger. Auch die Zusammenarbeit mit einem bestehenden Betreiber schließt Egger nicht aus.

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