05.04.2022 08:30 |

„Krone“-Reisereportage

Rhodos erleben: Mehr als nur Meer

Wer Strände unter der griechischen Sonne sucht, wird auf Rhodos garantiert fündig. Die antiken Ruinen und Bauten sind aber nicht nur für Hobby-Archäologen voller spannender Geschichten. 

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Sonnenstunden gibt es hier an die 3000. Nicht nur deshalb zählt Rhodos unter den griechischen Inseln zu einer der beliebtesten Feriendestinationen. Die größte der Dodekanes-Inseln ist umgeben von traumhaften Stränden und versteckten Buchten. Badehungrige und vor allem feierfreudige Urlauber zieht es gerne nach Faliraki und an seinen kilometerlangen Strand, auch in Tsambika wartet feiner, goldfarbener Sand zwischen den Bergen.

Etwas ruhiger geht es in Tasos oder Glystra zu. Auch wenn die schwefelhaltigen Quellen der Thermenanlage von Kallithea mittlerweile versiegt sind, bieten die restaurierten Gebäude im orientalischen Stil einen gewissen Charme für einen Badetag. Cocktails in ganz entspannter Atmosphäre inklusive sehr chilliger Musikuntermalung gibt es am Mojito Beach. An dieser Stelle könnten wir jetzt noch einige Beispiele aufzählen, die Wiederholungstäter immer wieder nach Rhodos locken.

Im Laufe ihrer 5000-jährigen Geschichte hat es auch einige Völker auf die Insel verschlagen. Römer, Osmanen, Phönizier, Dorer - um nur einige zu nennen - siedelten und besetzten Rhodos. Für viele Jahrhunderte war die Insel ein Zentrum für kulturellen und wissenschaftlichen Austausch, die Hafenstadt und die Seefahrt haben Rhodos Reichtum gebracht. Die Fremden verliehen der Stadt ihr architektonisches Stilgemisch. Die Türken hinterließen mit Moscheen einen Hauch Orient, die Italiener prägten die Architektur vieler Altstadt-Bauten, und natürlich hat die wunderbare Antike auch ihre Spuren hinterlassen. Denn im „weißen“ Dorf Lindos kann die Akropolis durchaus mit der in Athen mithalten.

Die Spuren der Johanniter-Ritter
Wandert man also nicht nur zu den Stränden, sondern auch durch die kopfsteingepflasterten Gassen von Rhodos Stadt, die seit 1988 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, findet man die Schätze der verschiedenen Herrscherperioden. Die Epoche der Johanniter hat wohl den einprägsamsten Eindruck hinterlassen. Die Bauten des Ritterordens zählen heute zu den beeindruckendsten Attraktionen auf Rhodos.

Die Stadtmauer ist ihnen zu verdanken, ebenso der Großmeisterpalast, der das Wahrzeichen der Stadt ist. Die mächtige Burg, einst das Machtzentrum der Johanniter-Ritter und ursprünglich erbaut im 14. Jahrhundert, befindet sich über den Häusern der Altstadt. Sie beherbergt heute ein Museum, in dem römische und griechische Skulpturen ausgestellt sind sowie zahlreiche Mosaike.

Weniger Kultur, aber ein nicht minder reizvolles Ambiente findet man auf Symi, einer 23 Kilometer entfernten Nachbarinsel. Nach 50 Minuten mit der Fähre oder einem Ausflugsboot landet man in einer ganz anderen und noch relativ unentdeckten griechischen Welt - die bunten, in die Hügel gebauten Häuser erinnern an einen Fjord in Norwegen.

Einst war die kleine Insel berühmt für ihre Schwammtaucher, heute zieht es Touristen vor allem in das Kloster Panormitis aus dem 18. Jh., welches für seine Wunder berühmt ist und Erzengel Michael, dem Schutzpatron der Insel, gewidmet ist. Danach findet sich bestimmt auch hier mehr als nur ein gemütliches Plätzchen in einer der Tavernen zwischen den liebevoll renovierten klassizistischen Häusern.

Diana Krulei, Kronen Zeitung

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