29.03.2022 08:46 |

Nach 22 Jahren

Honda schickt Roboter „Asimo“ in den Ruhestand

Hondas humanoider Roboter „Asimo“ geht nach 22 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand: Am Hauptsitz des japanischen Autoherstellers in Tokio beendete der Roboter jetzt mit einem letzten öffentlichen Tänzchen seine Karriere.

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Seit seinem Debüt im Jahr 2000 war „Asimo“ (Advanced Step in Innovative Mobility) zu einem Symbol für Japans bahnbrechende Robotertechnologie geworden. „Asimo“, der aussieht, als würde er einen Raumanzug tragen, begeisterte seitdem Groß und Klein, aber auch zahlreiche Staatsgäste mit seinen Fähigkeiten - unter anderem dirigierte er 2008 das Symphonieorchester von Detroit (siehe Video unten).

Er könne Lichtschalter bedienen, Türen öffnen, über Stiegen gehen, Hindernissen ausweichen und einen Einkaufswagen schieben, beschrieb Hersteller Honda im Jahr 2010 stolz auf seiner Website die Fähigkeiten des Roboters. Damals feierte „Asimo“ beim Ars Electronica Festival in Linz seine Österreich-Premiere.

Asimo“ sei der Höhepunkt zweier Dekaden humanoider Roboter-Forschung im Unternehmen, so Honda weiter. Der menschenähnliche Roboter habe unabhängig agierende Daumen, die es ihm erlauben, auch unförmige Objekte zu tragen, er hört auf seinen Namen und wendet dem Gesprächspartner sein Gesicht zu.

Letztes Upgrade
Seinen Zenit hat der 130 Zentimeter große, 55 Kilo schwere und von einer 51,8-Volt-Batterie angetriebene Roboter aber schon lange überschritten. Nach dem letzten Upgrade im Jahr 2011, das ihm die Möglichkeit gab, autonome Entscheidungen zu treffen, um etwa Zusammenstöße beim Gehen mit Hindernissen zu vermeiden, habe Honda die gesamte Entwicklung von „Asimo“ in den letzten Jahren gestoppt, berichtete „Kyodo News“.

Nachfolger in Entwicklung
Ein Nachfolger befindet sich bereits in Entwicklung: Im vergangenen September kündigte Honda einen Plan zur Entwicklung eines Avatar-Roboters an, der es einem Benutzer ermöglicht, ihn virtuell von einem entfernten Standort aus zu bedienen. Der neue Roboter werde mit einer Mehrfingerhand und einer KI-gestützten Fernsteuerungsfunktion ausgestattet, teilte das Unternehmen mit.

„Asimo“ lebt
Die Marke „Asimo“ soll dem Bericht nach dennoch weiterleben, unter anderem durch den Verkauf entsprechender Merchandise-Artikel.

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