Fr, 19. Oktober 2018

Wasser im Keller

22.05.2011 19:28

Wertverlust wegen Pfusch am Bau: Fall bald vor Gericht?

Die Angererstraße in Eugendorf ist sehr idyllisch, aber bautechnisch ist einiges schiefgelaufen. Drei Hausbesitzer wehren sich jetzt gegen feuchte Keller, sumpfige Gärten und ein einsturzgefährdetes Carport. Ob der Fall vor Gericht landet, wird sich noch diese Woche entscheiden.

Ein unabhängiges Gutachten zeigt es Schwarz auf Weiß: Das Haus von Markus und Elisabeth Holzschuster war 282.112 Euro wert. Das war vor zirka 1,5 Jahren. Durch "negativ wertbeeinflussende Umstände" – wie es im Gutachten heißt – sind es jetzt 42.200 Euro weniger. Grund: Ein undichter Keller, Risse im gesamten Haus, ein unbenutzbares Carport und fehlende Drainagen. "Bei uns steht das Wasser im Keller und im Garten. Dafür haben wir jetzt neue Haustiere, nämlich die Sumpfschnaken", haben Hausbesitzer Georg Hörl und Markus Holzschuster (Bild) inzwischen Galgenhumor entwickelt.

Bauträger wälzt Schuld auf Hausbesitzer ab
Auf Drängen einiger Hausbesitzer in der Angererstraße begann der Bauträger mit Sanierungsarbeiten. "Die sind aber nicht ausreichend und den Garten können wir immer noch nicht benützen", sagen die frustrierten Hauskäufer. Als sie sich beschwerten, kamen unglaubliche Sprüche wie: "Es ist normal, dass man den Entfeuchter im Keller ständig laufen lassen muss" oder "hier fließt das Wasser bergauf" oder gar "mähen Sie den Rasen, dann passt alles wieder." Kurz: Die Familien sind also selbst schuld, wenn ihr Rasen ausschaut, als ob die ganze Mannschaft von Grödig darauf gespielt hätte.

"Wir wollen uns außergerichtlich einigen, aber wenn das nicht geht, haben wir keine Angst vor diesem Schritt", betonen die Besitzer. Sie entscheiden sich diese Woche, wie es weiter geht, wenn sie das Entschädigungsangebot des Bauträgers haben.

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