Retro-Gamer sauer

Shitstorm: Nintendo killt eShop für 3DS und Wii U

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17.02.2022 10:50

Der digitale Spielekauf vom Sofa aus ist bequem, liefert Gamer aber auf Gedeih und Verderb den Konsolenherstellern und ihren Shops aus. Das führt der japanische Gaming-Riese Nintendo vor Auge: Er wird in einem Jahr seinen eShop auf den älteren Konsolen 3DS und Wii U einstellen - und Spielern damit den Zugriff auf Hunderte Spieleklassiker wegnehmen.

Die Ankündigung am Mittwoch sorgte prompt für einen Shitstorm: Vor allem 3DS-Gamer - im Gegensatz zur erfolglosen Wii U verkaufte sich die tragbare Konsole mehr als 70 Millionen Mal - gingen auf Twitter und in anderen sozialen Medien auf die Barrikaden.

3DS-Besitzer können ab März 2023 keine digitalen Spiele mehr in Nintendos eShop kaufen. (Bild: dpa/Peter Steffen)
3DS-Besitzer können ab März 2023 keine digitalen Spiele mehr in Nintendos eShop kaufen.

Spieleverkauf endet Ende März 2023
Nintendos Plan sieht vor, bis März 2023 den Spieleverkauf in seinem eShop für 3DS und Wii U in mehreren Phasen einzustellen. Bereits ab Ende August kann man keine Prepaid-Karten mehr einlösen, mit Ende März 2023 wird der Spieleverkauf komplett eingestellt.

Immerhin: Wer bereits digitale Spiele für 3DS oder Wii U erworben hat, kann diese „auf absehbare Zeit“ weiterhin herunterladen. Um welche Zeitspanne es sich konkret handelt, wurde nicht verraten.

Die Befürchtung der Spieler: Mit dem Aus für den Nintendo eShop auf 3DS und Wii U müssen sie, wenn sie bestimmte Klassiker spielen möchten, auf den Gebrauchtmarkt ausweichen - und ob des begrenzten Angebots dann womöglich höhere Preise zahlen.

Auch die „Virtual Console“, die auf 3DS und Wii U alte Klassiker spielbar machte, wird mit dem Spieleverkauf im eShop eingestellt, was insbesondere Retro-Fans ärgert.

Hunderte Spiele fliegen aus dem Sortiment
Insgesamt wird Nintendo nächstes Jahr mit dem Aus für den eShop auf den beiden Konsolen laut „Futurezone“ rund 1000 3DS- und Wii-U-Spiele aus seinem digitalen Sortiment nehmen, auch Hunderte „Virtual Console“-Klassiker wird es dann nicht mehr geben.

Die Retro-Abos auf der neueren Nintendo Switch sehen viele Gamer nicht als attraktive Alternative: Hier ist das Angebot magerer als einst bei der Virtual Console, außerdem kann man Nintendo-Klassiker hier nicht kaufen, sondern lediglich für die Dauer des Abos Zugriff darauf erhalten.

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