09.02.2022 12:55 |

Autobauer am Pranger

Tesla wegen Diskriminierung, Belästigung verklagt

Der US-Elektroautobauer Tesla steht in Kalifornien wegen des Verdachts der Rassendiskriminierung und Belästigung am Pranger. Das kalifornische Ministerium für faire Beschäftigung und Wohnungsbau (DFEH) wolle wegen der Vorwürfe eine Klage gegen das Unternehmen einreichen, teilte Tesla mit. Es gehe es um angebliches Fehlverhalten in einer Fabrik im kalifornischen Fremont zwischen 2015 und 2019.

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Tesla erklärte, die Beschwerden von Mitarbeitern bereits untersucht zu haben, es sei kein Fehlverhalten festgestellt worden. Gegen den Autobauer gab es in der Vergangenheit schon mehrere Klagen wegen des Vorwurfs von Diskriminierung und Belästigung. Erst im vergangenen Oktober hatte ein Gericht in San Francisco Tesla wegen rassistischer Vorkommnisse in dem Werk zur Zahlung von 137 Millionen Dollar (gut 118 Millionen Euro) Schadenersatz an einen afroamerikanischen Mitarbeiter verurteilt. Das Unternehmen soll trotz Hinweisen nichts gegen die Beleidigungen unternommen haben.

„Begrapscht und angemacht“
Ähnliche Vorwürfe erhob nur einen Monat später die Mitarbeiterin Jessica Barraza: Weil sie und ihre Kolleginnen nach ihren Angaben bei der Arbeit ständig sexueller Belästigungen ausgesetzt waren, reichte sie Klage gegen Tesla ein. Von Beginn an habe sie in dem Tesla-Werk in Fremont in einem frauenfeindlichen Umfeld gearbeitet, doch trotz ihrer Beschwerden habe das Management nichts dagegen unternommen, hieß es in der Klageschrift. Teslas öffentliche Versicherungen, „ein sicheres und respektvolles Umfeld für seine Mitarbeiter zu fördern“, seien nur Fassade, erklärte Barraza.

In dem Werk in Fremont hätten Frauen eine andere Realität erlebt: Drei Jahre lang seien ihre Kolleginnen und sie von Kollegen und teilweise auch von ihren Vorgesetzten tagtäglich zu „Objekten“ degradiert worden, seien „begrapscht und angemacht“ worden.

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