14.01.2022 07:59 |

„Durchhalteprämie“

Tourismus wünscht „Nachbesserung“ bei Covid-Hilfen

Die Corona-Hilfen für die Tourismusbranche wurden bis auf die Förderungen für Gastgärten über das Jahresende hinaus verlängert. Geld musste dafür nicht zusätzlich locker gemacht werden, „wir gehen mit dem Rest des Budgets in die Verlängerung“, so Matthias Matzer, Direktor der ÖHT. Damit gebe es im Moment „genug Geld, um damit zu arbeiten“. Ob es am Ende reichen wird, könne er noch nicht sagen. 

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Bis Ende Dezember wurden aus dem Volumen an ÖHT-Haftungen von 1,6 Milliarden Euro bereits eine Milliarde Euro vergeben. Dazu kommen zwei Töpfe mit 300 Millionen Euro, die bei Covid-bedingter Absage von Veranstaltungen einspringen. Kulturveranstaltungen sind hier die Hauptnutznießer. Eine Insolvenzabsicherung im Ausmaß von weiteren 300 Millionen Euro kommt vor allem Reisebüros zugute. Zehn Millionen Euro waren für den Ausbau von Gastgärten vorgesehen. Die Verlängerung dieser Maßnahme ist noch nicht gesichert.

WKÖ-Tourismus-Obmann Robert Seeber fordert „Anpassungen“. Dazu gehöre etwa eine „Durchhalteprämie“ als Einmalhilfe für besonders lange geschlossene Betriebe. Sie könnte nach Schließzeit gestaffelt werden, über die Höhe wollte Seeber nicht spekulieren.

Umsatzersatz ab 30 Prozent Rückgang
Der Umsatzersatz solle schon bei einem Umsatzrückgang von 30 Prozent fließen, nicht erst bei einem 50-prozentigen Minus, wünscht sich Seeber. Der Schutzschirm für Veranstalter solle auch dann greifen, wenn Teilnehmer ausfallen und grundsätzlich sollten Gutscheine für ausgefallene Veranstaltungen zugelassen werden.

„Hapert an Durchführung“
Ein Problem der Hilfen ist auch, „dass es an der Durchführung hapert“, so Seeber. Das untermauert auch eine Umfrage des market-Instituts unter 500 Betrieben Ende Dezember 2021. Zwar fanden 70 Prozent die Höhe der Hilfe angemessen, und 40 Prozent räumen ein, dass es ihr Unternehmen ohne Hilfen heute wohl nicht mehr gäbe, aber die Hälfte der Befragten empfand die Antragstellung so aufwendig wie eine Diplomarbeit, so Umfrageleiter David Pfarrhofer. Viele Betriebe haben noch nicht den Umsatzersatz für 2020 erhalten.

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