08.01.2022 20:00 |

Weniger Anmeldungen

Schuldenberatung in Tirol: Folgt nun der Ansturm?

Fast vier Millionen Geschenke lagen zu Weihnachten unter Tirols Christbäumen. Viele ließen sich trotz Corona fürstliche Familienessen schmecken. Und zu Silvester wurden mancherorts Raketen in die Luft gejagt, als gäbe es kein morgen. Die Geldbeutel vieler Tiroler haben dadurch gelitten, was Anfang des Jahres auch stets die Schuldenberatungsstellen zu spüren bekommen ...

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„Vor Weihnachten sind es immer wenige Anmeldungen. Im Jänner und Februar ist jedes Jahr die stärkste Zeit“, weiß Thomas Pachl, Leiter der Tiroler Schuldenberatung. „Es wird allerdings auf den weiteren Pandemieverlauf ankommen.“

Weniger Anmeldungen seit Beginn der Pandemie
Und obwohl die Krise viele Menschen finanziell hart trifft, gab es in Tirol seit dem ersten Lockdown im März 2020 weniger Anmeldungen und Regulierungen wie üblich. „Ich führe dies auch auf die gesetzlich teils bis Mitte des Vorjahres vorgegebene Stundungsmöglichkeiten bei Kredit, Sozialversicherung und Finanz zurück“, sagt Pachl. Es sei zu beobachten, dass sich Menschen mit Schulden weniger um eine Regulierung bemühen, wenn sie arbeitslos sind oder wenig Einkommen haben. „Da nimmt ihnen eh keiner etwas weg“, betont der Experte.

Durchaus paradox: Wenn die Wirtschaft boomt, Vollbeschäftigung herrscht und die Menschen besser verdienen, wollen sie auch die Schulden geregelt haben. „Mit dem andauernden Wiederaufkommen der Pandemie sind die Leute auch mit den damit verbundenen bekannten Problemen beschäftigt und lassen das Projekt Schuldenregulierung einmal liegen“, meint Pachl.

„Jetzt günstige Zeit, seine Schulden zu regulieren“
Trotz weniger Anmeldungen während der Pandemie, hatte die Schuldenberatung in diesen bald zwei Jahren genug zu tun. Und ganz sicher gibt es laut dem Geschäftsführer aktuell viele Schuldner, die das Problem nur aufgeschoben haben. Dabei wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, eine Regulierung zu starten. „Die Rückzahlungszeit wurde im Juli 2021 – gesetzlich begrenzt bis Juni 2026 – auf drei bis fünf Jahre, je nach Verschuldungssituation, gekürzt. Meist kann eine dreijährige Rückzahlung mit anschließender Restschuldbefreiung erreicht werden“, erklärt Experte Pachl.

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