29.12.2021 11:56 |

Historische Debatte

Bundesheer-Sprecher: „Heute ist Scheißtag“

Auf Twitter ist es am Mittwoch zu einer historischen Debatte der etwas anderen Art gekommen: Bundesheer-Sprecher Michael Bauer sorgte mit ungewöhnlichem Geschichtswissen für Aufsehen und referierte über die sogenannten Scheißtage des 18. und 19. Jahrhunderts.

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Bei diesen „Scheißtagen“, trug Bauer vor, handelte es sich um einen bis drei Arbeitstage zum Jahresende, die Knechte und Dienstboten unbezahlt zu verrichten hatten und die traditionell ab 29. Dezember zu leisten waren.

Arbeitgeber verrechneten WC-Pausen weiter
Hintergrund dieser teils sogar im frühen 20. Jahrhundert noch gängigen Praxis: Die Arbeitgeber verrechneten ihrem Personal die über das Jahr für die Notdurft aufgewendete Arbeitszeit weiter und bemaßen diese mit einem bis drei Tagen. Im süddeutschen und österreichischen Raum fanden diese Gratis-Arbeitstage als „Scheißtage“ Eingang in die Alltagssprache.

Historische Fakten, die auf Twitter vielen Nutzern neu waren: Bauers Tweet erntete Hunderte „Gefällt mir“-Angaben und sorgte für eine heitere Debatte. „Sehr wissenswerte Infos!“, bedankt sich ein Nutzer. Andere werfen Wortwitze ein, sprechen von einer „beschissenen Situation“.

User einig: Gut, dass „Scheißtage“ passé sind
Manch einer ist auch einfach nur froh, dass die „Scheißtage“ ein Relikt der Vergangenheit sind. In der Moderne, so die Befürchtung, könnten noch weit mehr unbezahlte Arbeitstage als Kompensation für das Defäkieren in der Dienstzeit notwendig werden.

Zitat Icon

Wenn man überlegt, wie viele Menschen heutzutage mit Handy und Büchern am Klo sitzen, müsste man das vermutlich auf ein bis zwei Wochen erhöhen.

Twitter-User "herbieat"

„Wenn man überlegt, wie viele Menschen heutzutage mit Handy und Büchern am Klo sitzen, müsste man das vermutlich auf ein bis zwei Wochen erhöhen“, scherzt ein User. Ein anderer antwortet ihm: „Ich les’ das grad am Häusl!“

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