26.12.2021 12:45 |

„Muss ein Ende haben“

Online-Hetzern drohen zehn Jahre Stadionverbot

Hass und Rassismus von Fußballfans im Internet soll in England und Wales künftig Stadionverbote nach sich ziehen können. „Diejenigen, die für rassistischen Missbrauch im Internet verantwortlich sind, müssen bestraft werden“, sagte die britische Innenministerin Priti Patel dem Sender Sky Sports zufolge, der am Sonntag über die Pläne der Regierung berichtete.

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Die Gesetze sollen demnach so angepasst werden, dass Hetze im Internet zu Stadionverboten von bis zu zehn Jahren führen kann. Bisher konnten solche Sperren, von denen in England und Wales aktuell rund 1300 in Kraft sind, nur verhängt werden, wenn Fans gewalttätig geworden oder etwa mit rassistischen Gesängen aufgefallen waren. Sie werden üblicherweise nach Beschwerden der Polizei oder Staatsanwälten sowie nach Verurteilungen verhängt.

Nach der EM-Niederlage von England im Finale gegen Italien waren im vergangenen Sommer die drei schwarzen englischen Fehlschützen im Elfmeterschießen in den sozialen Medien rassistisch beleidigt worden. „In diesem Sommer wurde das schöne Spiel durch den schändlichen Rassismus von Online-Trollen getrübt, die sich hinter ihren Tastaturen versteckten und unsere Fußballer beschimpften“, sagte die Innenministerin. „Rassismus ist inakzeptabel, und zu lange wurde der Fußball durch schändliche Vorurteile beeinträchtigt.“

„Das muss ein Ende haben“
Kulturministerin Nadine Dorries ergänzte: „Rassistische Beschimpfungen, die rund um die Uhr die sozialen Medien der Fußballer überschwemmen, haben schwerwiegende Auswirkungen auf alle, die mit dem Fußball zu tun haben, und das muss ein Ende haben. Wir verbannen Rassisten nicht nur aus den Spielen, sondern führen auch bahnbrechende neue Gesetze ein, um Missbrauch im Internet zu unterbinden und sicherzustellen, dass Technologieunternehmen den Hass auf ihren Websites bekämpfen.“

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