12.07.2021 05:51 |

Bittere Tränen

England-Talent (19) nach EM-Finale übel beleidigt

Er kann einem richtig leidtun! Mit seinem Fehlschuss im Elfmeterschießen des EM-Finales zwischen Italien und England besiegelte Jungstar Bukayo Saka die Niederlage der „Three Lions“. Zu allem Überfluss wurde der 19-Jährige nach dem Krimi auch noch übel beleidigt.

Unschöne Szenen spielten sich nach dem EM-Finale im Netz ab: Englands letzter Elfmeter-Fehlschütze Saka wurde rassistisch beleidigt. Unter einem Instagram-Post des jungen Arsenal-Kickers waren wüste Beschimpfungen zu lesen.

Polizei ermittelt
Der englische Fußballverband wehrte sich: „Die FA verurteilt alle Formen von Diskriminierung und ist erschüttert über den Rassismus online, der in den sozialen Netzwerken auf einige unserer England-Spieler zielt“, hieß es in einer in der Nacht zu Montag verbreiteten Stellungnahme. „Wir könnten nicht deutlicher machen, dass jeder, der hinter solch widerlichem Verhalten steckt, als Anhänger unseres Teams nicht willkommen ist. Wir werden tun, was wir können, um die betroffenen Spieler zu unterstützen und drängen zugleich auf die härtest möglichen Strafen für jeden, der verantwortlich ist“, schrieb die FA weiter. Die Polizei ermittelt bereits.

Southgate verteidigte versagende Elferschützen
Coach Gareth Southgate nahm seine Fehlschützen nach dem Endspiel in Schutz. „Es liegt an mir. Die Elfmeterschützen waren meine Entscheidung, das machen nicht die Spieler“, betonte der Ex-Verteidiger, der im EM-Halbfinale 1996 in Wembley gegen Deutschland selbst den entscheidenden Elfmeter vergeben hatte.

„Niemand ist alleine“
„Für die Spieler ist es herzzerreißend, aber sie trifft keine Schuld daran“, sagte Southgate. „Das liegt ganz bei mir, das ist meine Entscheidung als Trainer.“ Er hätte auf Basis dessen, was er im Training gesehen hatte, entschieden, wen er im Elferschießen antreten lassen wolle. Marcus Rashford und Jadon Sancho, die auch ihre Elfmeter vergaben und anschließend Beleidigungen einstecken mussten, hatte er erst in der 120. Minute statt der Routiniers Jordan Henderson und Kyle Walker aufs Feld geschickt. Man hätte zuvor als Team gewonnen, erinnerte Southgate, und verliere nun als Team. „Niemand ist alleine.“

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