17.11.2021 06:00 |

„Krone“-Kommentar

Gemeinsame Verantwortung

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Er sei erschüttert, weil „dieses permanente Streiten eigentlich zu gar nichts führt“, kritisiert der ärztliche Direktor der aus allen Nähten platzenden Intensivstation im Klinikum Schärding (die Inzidenz im oberösterreichischen Bezirk liegt bei über 2200!) im Ö1-„Mittagsjournal“.

Walter Hasibeder, Präsident der Intensivmediziner, auf die Frage, wie es ihm gehe, wenn die Regierungsparteien streiten, was jetzt als Nächstes getan werden könnte? „Ganz schlecht, weil ich so etwas nicht verstehen kann. Im Krisenmodus kann es nur eine gemeinsame Sprache geben. Stellen Sie sich vor, ich würde bei einem medizinischen Notfall mit Kollegen darüber streiten, wie man das behandeln soll. Na, dass das dann schlechter ausgeht, ist völlig klar.“

Das sind nur zwei - besonders gewichtige - Stimmen. Von zwei Männern an der Front, wo gerade die Menschen sterben. Allein in den vergangenen 48 Stunden waren es 101 Menschen, die mit oder wegen Corona ihr Leben lassen mussten.

In dieser schlimmsten Phase der größten Gesundheitskrise seit 100 Jahren, einer Phase, deren Schwere diese Regierung ganz klar mitzuverantworten hat - genau in dieser Zeit, in der Zusammenhalt und Gemeinsamkeit zumindest innerhalb der politischen Führung unseres Heimatlandes oberstes Gebot wären -, in dieser Zeit schlagen die Koalitionspartner eine offene Schlacht.

Man muss sie offenbar mit großem Zorn daran erinnern: Sie haben eine gemeinsame Verantwortung für Österreich, für die Menschen in diesem Land!

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