Stimmen zum Spiel

Foda: „Der Unterschied war einfach die Effizienz“

Österreichs Nationalteam hat am Samstag in der WM-Qualifikation eine bittere 2:5-Niederlage gegen Israel kassiert. Damit rangiert die Truppe von Teamchef Franco Foda in der Gruppe F sogar nur noch auf Platz vier. Hier die Stimmen zum Spiel:

Franco Foda (ÖFB-Teamchef): „Wir waren eigentlich von Beginn an sehr gut im Spiel, sind aus dem Nichts 1:0 in Rückstand geraten. Wir hatten dann viele Tormöglichkeiten, um in Führung zu gehen. Wir haben aber zu viele Fehler gemacht und wurden ausgekontert, so ist die Niederlage zustandegekommen. Der Gegner war sehr effizient vor dem Tor, wir hatten sehr viele Möglichkeiten. In der Halbzeit haben wir geglaubt, das Spiel noch drehen zu können. Wir haben alles versucht, aber wir waren heute in der Defensive leider Gottes nicht stabil genug. Wenn man gesehen hat, wie wir erste Halbzeit gespielt haben, da war Harmonie, wir haben gut zusammengespielt. Da glaube ich, das liegt nicht am System. Es gibt mehrere Faktoren - kurze Vorbereitung, einige Spieler, die nicht dabei sind - aber wir wollen keine Ausreden suchen. Der Unterschied war einfach die Effizienz vor dem Tor. Nach dem 1:0 haben wir drei, vier Riesenmöglichkeiten gehabt, und dann läuft das Spiel in unsere Richtung. Die Mannschaft hat über 90 Minuten alles versucht. Individuelle Fehler wurden bitter bestraft. Wir haben aber jetzt noch ein Spiel (Schottland am Dienstag in Wien, Anm.) und das werden wir versuchen zu gewinnen.“

David Alaba (ÖFB-Kapitän): „Das ist sehr bitter. Ich glaube, dass wir in der ersten Halbzeit ein sehr gutes Spiel gemacht habe. Hinten machen wir zu viele Fehler defensiv. Nach der Pause machen wir den Anschlusstreffer und bekommen dann das 4:2, das wird dann schwierig. Die Chancenverwertung haben die heute viel besser gemacht. Wenn man mit 5:2 nach Hause geht und in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft ist, stimmt etwas nicht. Wir müssen eigentlich mit einer Führung in die Halbzeit gehen. Das System hat heute keine Rolle gespielt. Wir waren in der ersten Halbzeit besser als in der zweiten, sind besser ins Pressing gekommen. Wir haben aber die Chancen liegengelassen. Man ist länger zusammen (bei der EM, Anm.), man bereitet sich auf ein Turnier vor. Wir haben es in den letzten Tagen nicht geschafft, die Atmosphäre aufzubauen, wie wir sie vor ein paar Monaten hatten.“

Daniel Bachmann (ÖFB-Tormann): „Die Abschlüsse haben sie (die Israelis) super getroffen oder sie sind abgerissen. Man darf aber keine fünf Tore bekommen. Wir haben relativ viele Chancen herausgespielt, aber es war einfach nicht genug. Es tut natürlich weh, wenn du früh das 1:0 bekommst. Es waren einfach unglaubliche Tore dabei, das waren super Abschlüsse. Ein, zwei Tore auch nach individuellen Fehlern. Aber gegen Israel darf man keine fünf Tore bekommen. Das tut natürlich sehr, sehr weh. Aber das ist Fußball, das passiert. Unser Kader ist groß und gut genug, um Ausfälle zu kompensieren. Es war einfach nicht gut genug, nicht einmal annähernd. Wir müssen schauen, dass wir das am Dienstag wieder richten. Dänemark ist jetzt außer Reichweite. Das Ziel ist weiter, den zweiten Platz zu belegen und zur WM zu fahren. Wir müssen das einsickern lassen und uns auf Dienstag konzentrieren.“

Philipp Mwene (ÖFB-Debütant): „Ich habe gedacht, dass wir wieder gut in der Partie drinnen waren (nach dem 2:3). Das Gegentor hat uns wieder Luft aus den Segeln genommen. Happy bin ich nicht über das Ergebnis, das habe ich mir anders vorgestellt. Bei Israel war gefühlt jeder Schuss ein Treffer. Ich glaube, dass wir in der Konterabsicherung nicht zu hundert Prozent agiert haben. Wenn man 2:5 verliert, können einige Sachen nicht stimmen. Das Pressing war bestimmt nicht optimal. Wir hätten als Team besser agieren müssen. Es hat nicht gepasst im Großen und Ganzen.“

krone Sport
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Dienstag, 28. September 2021
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