Tablet-Besitzer mit Android-Betriebssystem können Honeycomb nun auf ihrem Gerät installieren, Entwickler das Software Development Kit (kurz SDK) auf der Android-Entwickler-Website herunterladen.
Honeycomb bietet zahlreiche Neuerungen gegenüber den vorhergehenden Android-Versionen für Smartphones. So ist es nicht nur auf die größeren Bildschirme von Tablets ausgelegt, sondern bietet auch deutlich mehr Grafikleistung, so Google.
Neu ist unter anderem ein "holografisches" Interface mit 3D- Effekten. Einen echten Vorsprung gegenüber Apples iPad dürfte die Multitasking-Fähigkeit von Honeycomb darstellen. Der Nutzer kann mehrere Programme gleichzeitig laufen lassen und diese mit einer Berührung als Voransicht anzeigen lassen. Auch der Startbildschirm könnte Nutzern mehr zusagen, hier lassen sich zum Beispiel Widgets anlegen, also kleine Helfer wie ein Mini- Überblick des E-Mail-Eingangs oder ein Kalender. Fünf unterschiedliche Bildschirme können eingerichtet werden.
Ebenfalls neu mit dabei sind Browser-Tabs, das umständliche Navigieren in Fenstern - wie bisher bei Android üblich - können Nutzer damit auf Wunsch hinter sich lassen. Lesezeichen können nun mit Googles Chrome-Browser synchronisiert werden, sie werden mit dem Verlauf angezeigt. Wer anonym durchs Netz ziehen möchte, kann den neuen Inkognito- Modus nutzen.
Einen Vorteil gegenüber dem iPad bringt Honeycomb für Besitzer von Tablets mit Kamera - eine solche ist zumindest bei der aktuellen iPad- Generation nämlich noch nicht vorhanden. Android 3.0 bietet schnellen Zugriff auf eine Unzahl an Funktionen, etwa Blitz, Zoom, Fokus oder Belichtung - sogar Zeitrafferaufnahmen sind möglich. Ebenfalls per Kamera funktioniert "GTalk", ein Video- Chat.
Am unteren Rand des Bildschirms befindet sich eine Systemzeile, über die der Nutzer zum Beispiel die Steuerung für den Musikplayer findet, ohne gleich das zugehörige Programm öffnen zu müssen. Auf der Systemzeile werden außerdem Benachrichtigungen angezeigt, sodass der User nicht aus seiner Beschäftigung - etwa einem Spiel - gerissen wird, wie es beim iPad der Fall ist. Hier ist zudem eine Liste der zuletzt verwendeten Apps zu finden. Viele davon wurden für die Nutzung von größeren Bildschirmen angepasst, etwa durch zwei statt einer Spalte zur Ansicht von Kontakten oder E-Mails.
Die Tastatur wurde ebenfalls an Tablets angepasst, nun können zum Beispiel mehrere Tasten gleichzeitig gedrückt werden, um Sonderzeichen einzugeben. Auch die Texteingabe via Spracherkennung ist integriert. Wer eine Textstelle markieren möchte, drückt länger auf ein Wort und kann die Auswahl anschließend verschieben. Wer auf ein physisches Keyboard dennoch nicht verzichten möchte, kann es per Bluetooth oder USB anschließen. Über Letzteres werden auch Geräte wie Kameras synchronisiert.










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