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Weltrekord! US-Superstar Dressel holt sein 3. Gold

Olympia
31.07.2021 11:45
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

US-Star Caeleb Dressel hat seinen dritten Schwimm-Titel bei den Olympischen Spielen in Tokio mit einem Weltrekord garniert. Der 24-Jährige unterbot am Samstag über 100 m Delfin seine 2019 bei den Weltmeisterschaften in Südkorea fixierte Bestleistung in 49,45 Sek. um 0,05 Sek. Seine Landsfrau Katie Ledecky wiederum feierte ihren ersten Sieg im Aquatics Centre über Ariarne Titmus. Die nun sechsfache Individual-Olympiasiegerin gewann zum dritten Mal Gold über 800 m Kraul.

Neben diesen Titelgewinnen 2012, 2016 und 2021 hat Ledecky vor fünf Jahren in Rio de Janeiro solo über 200 und 400 m Kraul sowie in dieser Woche bei der Olympia-Premiere über 1.500 m Kraul gewonnen. Mit diesen sechs Titeln hat die 24-Jährige die Ungarin Krisztina Egerszegi als die Schwimmerin mit den meisten olympischen Einzel-Titeln abgelöst. Mit insgesamt sieben Mal Olympia-Gold fehlt der Kraulspezialistin noch ein Titel auf ihre in dieser Wertung führende Landsfrau Jenny Thompson.

„Bei den letzten drei Olympischen Spielen Gold zu gewinnen, ist unglaublich. Ich habe mir nie träumen lassen, es zu Olympia zu schaffen, als ich zum ersten Mal mit dem Schwimmen begann“, meinte Ledecky nach dem Rennen laut Reuters. Sie müsse das erst ein wenig setzen lassen. Eine Teilnahme an den Spielen 2024 in Paris und 2028 in Los Angeles wäre für den US-Star jedenfalls noch ein Ziel.

Im 800er führte Ledecky wie meist das Feld zu Beginn an, diesmal konnte Titmus anders als auf 200 und 400 m Kraul aber nicht kontern. Ledecky gewann in 8:12,57 Min., Titmus schlug nach 8:13,83 an. Die Italienerin Simona Quadarella folgte in 8:18,35 mit Respektabstand. Im Delfin-Finale wurde Dressel von 200-m-Gewinner Kristof Milak gefordert, der Ungar fixierte in 49,68 Sek. Europarekord. Das zweite Schweizer Schwimm-Bronze nach jenem von Jeremy Desplanches über 200 m Lagen holte Noe Ponti.

Dressel zeigte sich nach seinem Weltrekord und Gold über 100 Meter Delfin zufrieden, stellte aber auch klar, dass er sich noch nicht am Limit sieht. „Man will bei jedem Rennen schneller sein. Wenn ich jemals ein Rennen mache, wo ich sage, das war‘s, dann höre ich auf. Ich hätte auch heute schneller sein können. Es ist nie ein perfektes Rennen“, sagte der 24-Jährige der dpa.

Weltrekord auch in Mixed-Staffel
Dressel war zum Abschluss der Session noch Teil eines anderen Rennens mit einem Weltrekord, der ging aber an Großbritannien. Bei der Olympia-Premiere über 4 x 100 m Lagen Mixed waren Kathleen Dawson, Adam Peaty, James Guy und Anna Hopkins in 3:37,58 Min. um 0,83 Sek. schneller als ein chinesisches Quartett im September 2020. China holte sich diesmal vor Australien Bronze. Dressel wurde mit dem US-Team lediglich enttäuschender Fünfter. „Der Standard für die USA ist Gold“, sagte der 24-Jährige. „Um für mich zu sprechen: Ich habe meinen Job nicht gemacht.“ Gut eine Viertelstunde davor war Dressel über 50 m Kraul in 21,42 Sek. als Semifinal-Schnellster in den Endlauf gekommen, hatte also in der kompakten Samstag-Finalsession eine Dreifach-Belastung. Am Sonntag bei Beendigung der Becken-Bewerbe bei diesen Spielen hat er nun im Kraulsprint wie wohl auch in der Lagen-Staffel der Männer noch zwei weitere Gold-Chancen.

Über 200 m Rücken der Frauen gab es die seltene Konstellation, dass ein Finalfeld von Vertreterinnen von nur vier Ländern gebildet wurde. Kanada, USA, Australien und China hatten jeweils beide ihre Schwimmerinnen in die Medaillenentscheidung gebracht. Alle anderen Semifinalisten waren Europäerinnen, sie blieben am Freitag alle auf der Strecke. Die Burgenländerin Lena Grabowski war demnach als Zwölfte wie bei den Europameisterschaften im Mai in Budapest die Viertbeste ihres Kontinents.

Im Olympia-Finale über die lange Rückendistanz schafften es schließlich beide Australierinnen auf das Podest. Kaylee McKeown gewann nach einem starken Finish in 2:04,68 Min. wie schon über 100 m Rücken, Emily Seebohm sicherte sich Bronze. Silber ging wie am Hunderter 0,74 Sek. zurück an die Kanadierin Kylie Masse. McKewon stand danach auch in der „bronzenen“ Lagen-Staffel.

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