Der 59-Jährige meinte, er akzeptiere weder die Kritik der Politik noch von Ex-Profis: "Ich bin nicht der Trottel, zu dem man mich gemacht hat." Domenech kritisierte aber auch sich selbst. "Das will ich klar sagen: Ich habe Mist gebaut und weder die richtigen Spieler noch die richtigen Worte gefunden", räumte der Ex-Teamtrainer ein.
"Gespött der ganzen Welt"
Zum berüchtigten Trainingsstreik seiner Spieler im WM-Camp gab Domenech zu Protokoll, die "Equipe tricolore" habe sich "zum Gespött der ganzen Welt gemacht". Mit dem Boykott protestierten die Spieler gegen den Ausschluss von Chelsea-Stürmer Nicolas Anelka, der in der Halbzeit des Mexiko-Spiels (0:2) Domenech obszön beschimpft hatte und deshalb vorzeitig nach Hause geschickt worden war.
Er habe die Boykotterklärung der Profis vor den Journalisten damals nur vorgelesen, "weil einer dem Schauspiel ein Ende setzen musste". "Über eine Stunde hat das Ganze gedauert. Wir haben da im Bus gesessen, auf das Fahrzeug waren Kameras gerichtet und am Spielfeldrand haben Hunderte von Kindern auf uns gewartet", erinnerte sich Domenech.
Domenech trainiert jetzt U11-Team
Bei der WM war Frankreich nach der Gruppenphase inmitten vieler Affären sieglos ausgeschieden. Der "verrückte Professor", wie Domenech von Fans und Medien genannt wird, coacht nun ein Team von Elfjährigen des Pariser Vereins Athletic Club de Boulogne-Billancourt. Er macht zudem Werbung für einen Anbieter von Sportwetten und Online-Spielen. Für Negativ-Schlagzeilen sorgte Domenech nach der WM auch, als bekannt wurde, dass er als Arbeitsloser monatlich zwischen 5.600 und 5.900 Euro bekommen haben soll.









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