Der Verteidiger schraubte sich nach einem Eckball am höchsten, Rieds Schlussmann Wolfgang Hesl machte dabei nicht die beste Figur. Ried war jedoch über weite Strecken eine ebenbürtige Mannschaft. Das Team von Paul Gludovatz wird auch nach der 20. Runde an der Tabellenspitze stehen, die Konkurrenz rückte aber bedrohlich näher.
Der in dieser Saison bereits einmal in Wien-Favoriten erfolgreiche Winterkönig setzte vor 8.577 Zuschauern in der Generali Arena das erste Rufezeichen. Guillem tauchte bereits in der dritten Minute gefährlich vor Heinz Lindner auf. Der Austria-Keeper kam aber rechtzeitig aus dem Tor. Die Austria konterte mit solidem Kurzpassspiel und beschäftigte Rieds Schlussmann Wolfgang Hesl nach einer Viertelstunde im Doppelpack. Der von Beginn weg aufgebotene Neuzugang Nacer Barazite scheiterte per Fernschuss (15.) sowie nach einem Fehler von Stocklasa (16.) aus kurzer Distanz am Deutschen.
Damit war die Offensiv-Kraft der Wiener allerdings vorerst verbraucht. Spätestens nach 20 Minuten war die Feldüberlegenheit der Hausherren beendet. Ried attackierte die Violetten im Mittelfeld früh, ein kontrollierter Spielaufbau der Austria kam so kaum zustande. Gefährlich erwiesen sich die Innviertler über ihr Flügelspiel. Carril (29.) erwies sich nach einer Brenner-Flanke aber nicht als Kopfballspezialist. Der Spanier sorgte kurz vor dem Pausenpfiff erneut für Alarmstufe Rot bei der Austria. Sein Freistoß aus verheißungsvoller Position ging aber klar am Tor vorbei.
Goldtor von Margreitter
Mit Tomas Jun anstelle des ausgewechselten Kapitäns Roland Linz startete die Austria besser in die zweite Hälfte. Michael Liendl nach Vorarbeit von Zlatko Junuzovic sorgte wieder einmal für violette Torgefahr (57.), ehe Margreitter in der 61. Minute zuschlug.
Mit der Führung im Rücken durfte sich die Austria auf die Defensive verlassen. Diese stand bei den Angriffen der Oberösterreicher sicher. Einzig bei Standardsituationen wackelten die Wiener, der im Finish mit Gelb-Rot ausgeschlossene Mark Prettenthaler schoss knapp über das Tor (79.). Am Ende konnte sich Karl Daxbacher über den 50. Liga-Sieg seiner Austria-Ära freuen.
Stimmen zum Spiel
Karl Daxbacher (Austria-Trainer): "Die Erleichterung ist groß. Ich habe schon vorher gesagt: 'Wie wir gewinnen ist egal.' Das ist uns gelungen. Das war kein Glück, Ried ist eine sehr gut spielende Mannschaft mit einem tollen System, daher bin ich sehr stolz." Zu Nacer Barazite: "Für sein erstes Spiel war es gut, ich denke, er wird von Spiel zu Spiel stärker." Zu Roland Linz: "Er ist in der Vorbereitung nie richtig in die Gänge gekommen, wir werden versuchen, ihm Fitness und Selbstvertrauen wieder zu geben."
Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Die Niederlage ist ärgerlich, aber wie wir verloren haben, war okay. Den Austrianern hier ausschließlich aus Kontern Chancen zu geben, ist in Ordnung. Hesl zeigte in der ersten Hälfte tolle Reaktionen, beim Gegentor weniger."
Georg Margreitter (Austria-Torschütze): "Ich habe die halbe Saison auf einen Treffer gewartet. Im Training habe ich oft getroffen, es war nur eine Frage der Zeit, dass ich ein Tor mache. Solche Spiele, Erster gegen Vierter, werden oft durch Standards entschieden. Ich hoffe, dass der Sieg ein positives Zeichen für die Mannschaft und Fans war."









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