08.06.2021 10:14 |

Sorge um Stabilität

Bankenaufseher nehmen Bitcoin & Co. unter die Lupe

Die globalen Bankenaufseher wollen sich die bisher noch wenig regulierten Kryptowährungen vorknöpfen. Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht kündigte am Montag eine öffentliche Konsultation dazu an, wie das Engagement der Banken in solche Cyberdevisen künftig in der Aufsicht behandelt werden soll. Ohne Prüfung durch die Aufseher könnten die weltweiten Sorgen um die Finanzstabilität zunehmen wie auch die Risiken für das Bankensystem.

Zwar seien Finanzinstitute bisher nur in begrenztem Umfang bei Kryptowährungen engagiert, aber es gebe ein anhaltendes Wachstum bei derartigen Finanzvehikeln und entsprechenden Dienstleistungen, hieß es. Ein entsprechendes Konsultationspapier soll noch diese Woche veröffentlicht werden.

Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Ripple verzeichneten in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum. Im April hatte die Marktkapitalisierung von Cyberdevisen erstmals die Marke von zwei Billionen Dollar (rund 1,65 Billionen Euro) übersprungen. Der Kurs der wichtigsten Kryptowährung Bitcoin ist aber von rund 64.900 Dollar Mitte April auf inzwischen knapp 36.030 Dollar eingebrochen. Ein Grund waren Spekulationen auf eine strengere Regulierung in dem Sektor.

Der 1974 gegründete Basler Ausschuss für Bankenaufsicht setzt die weltweiten Standards für die Bankenaufsicht. Er ist bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel angesiedelt. Aktuell gehören ihm 45 Notenbanken und Aufsichtsbehörden aus 28 Ländern beziehungsweise Regionen an. Chef des Basler Ausschusses ist zurzeit Spaniens Notenbankchef Pablo Hernandez de Cos.

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