20.05.2021 10:09 |

US-Währungshüter:

Bitcoin-Wertverfall keine Gefahr fürs Finanzsystem

Der drastische Wertverfall bei Kryptowährungen stellt nach Ansicht führender US-Währungshüter keine größere Gefahr für das Finanzsystem dar. Derzeit sei damit keine „systemische Sorge“ verbunden, sagte der Präsident des Notenbankbezirks St. Louis, James Bullard, am Mittwoch. Doch sei allen bewusst, dass Kryptowährungen „sehr schwankungsanfällig“ sein könnten.

Auch der Chef der Fed-Filiale Atlanta, Raphael Bostic, sieht dies ähnlich. Die digitalen Währungen seien noch nicht in dem Maße in die Wirtschaft integriert, dass sie „systemische Auswirkungen“ hätten, sagte er Bloomberg TV. Er denke auch nicht, dass sie für die Belange der Geldpolitik entsprechende Relevanz hätten.

Kryptomarkt eingebrochen
Erst am Mittwoch war die nach Marktanteil größte Digitalwährung Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp zeitweilig um 25 Prozent bis auf 30.066 US-Dollar abgesackt, das niedrigste Niveau seit Ende Jänner. Am Nachmittag konnte der Bitcoin die Verluste zwar wieder deutlich eingrenzen und erholte sich bis auf 37.000 Dollar, das sind aber immer noch rund 15 Prozent weniger als am Vortag. Die Digitalwährung entfernte sich damit deutlich vom Rekordhoch, das Mitte April bei knapp 65.000 Dollar erreicht worden war.

Die zweitgrößte Digitalwährung Ether konnte die frühen Verluste auch eingrenzen. Sie wurde am späten Nachmittag bei 2740 US-Dollar gehandelt und damit etwa 18 Prozent niedriger als am Vortag. Zeitweise war der Kurs des Ether am Nachmittag um bis zu 40 Prozent bis auf knapp 2000 Dollar eingebrochen. Das Rekordhoch, das erst vor wenigen Tagen bei rund 4350 Dollar markiert wurde, geriet ähnlich klar außer Reichweite wie bei der Nummer eins Bitcoin.

Schlechte Nachrichten aus China
Ausgelöst hatte die Kurs-Kapriolen eine Erklärung der chinesischen Notenbank, in der diese klarstellte, dass Kryptowährungen nicht zu Zahlungszwecken verwendet werden sollten, da es sich nicht um echte Währungen handle. Auch sei es Finanz- und Zahlungsdienstleistern nicht gestattet, Produkte oder Dienstleistungen in Digitalwährungen auszuzeichnen.

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