18.05.2021 06:00 |

Großes Interview

ÖSV-Präsidentin Götschl? „Ich bringe viel ein!“

Wer folgt ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel? Das ist die Frage aller Fragen im Österreichischen Skiverband, die demnächst geklärt werden könnte. Renate Götschl im Gespräch mit der „Krone“.

Renate Götschl ist völlig entspannt beim Anruf der „Steirerkrone“. Das Hickhack, das sich im Rennen um die Nachfolge von ÖSV-Boss Peter Schröcksnadel entwickelt hat, hat zumindest in der Außendarstellung keine Spuren an der früheren steirischen Speed-Queen hinterlassen

Frau Götschl, werden Sie zur ÖSV-Präsidentin gewählt? Sie sollen ja dank mitgliederstarker Verbände die Mehrheit hinter sich haben?
Es ist schwer zu sagen und nicht absehbar. Ich habe von einigen Entwicklungen ja auch nur aus den Medien erfahren. Fakt ist, dass Dienstag die erste offizielle Wahlausschuss-Sitzung stattfindet. Da wird sich wohl etwas herauskristallisieren.

Es wurde allerdings schon mehrfach von einer Vorentscheidung pro Michael Walchhofer berichtet
Vorentscheidung kann es noch keine geben, weil erst offiziell getagt wird. Ich gebe auf alle Fälle meine Kandidatur für den Posten der Präsidentin ab.

Zitat Icon

Es ist sicherlich eine Herausforderung, aber für die bin ich absolut bereit.

Renate Götschl

Haben sich keine Zweifel in den letzten Tagen entwickelt?
Überhaupt nicht. Das ist schon länger in meinem Kopf und ich habe das lang und gut, auch gemeinsam mit meiner Familie, überlegt.

Es wurde kolportiert, Sie hätten in einigen Hearings bei den Landesverbänden nicht vollends überzeugt
Naja, dass du vielleicht nicht überall gleich das volle Gehör findest, wenn du kurzfristig als Kandidatin in ein Rennen gehst, ist auch klar. Das Thema Michael Walchhofer als ÖSV-Präsident gibt es ja schon seit eineinhalb Jahren. Ich kann nur sagen, dass ich seit drei Jahren im Steirischen Skiverband arbeite und ich in dieser Rolle einiges sehr gut rüberbringen kann. Mein Steckenpferd ist die Nachwuchsförderung, da geht’s um die Zukunft des Ski-Sports. Dem habe ich mich verschrieben und da kann ich sehr viel einbringen!

Michael Walchhofer hat Ihnen den Posten als Vizepräsidentin medial angeboten. Würden Sie annehmen?
Daran hab ich noch nicht gedacht, primär kandidiere ich als Präsidentin. Ich bin aber als Mensch immer gesprächsbereit. Und verhärtete Fronten bringen niemanden von uns weiter

Gutes Stichwort. Nervt es nicht, dass sich inzwischen so eine mediale Schlammschlacht rund um die Nachfolge entwickelt hat?
Das hab ich schon kommen gesehen. Unsere Gesellschaft funktioniert leider so. Einmal bist du oben, dann wieder schnell ganz unten. Durch meine Karriere als Spitzensportlerin weiß ich dahingehend aber gut Bescheid, wie’s läuft.

Georg Kallinger
Georg Kallinger
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