11.05.2021 18:47 |

3 Todesfälle bestätigt

Slowakei stoppt Erstimpfungen mit AstraZeneca

Die Slowakei hat vorläufig den Einsatz des Impfstoffs von AstraZeneca für Erstimpfungen gegen Covid-19 gestoppt. Wer allerdings schon eine Dosis dieses Vakzins erhalten habe, bekomme auch die zweite Dosis, teilte das Gesundheitsministerium in Bratislava am Dienstag mit. „Derzeit prüft das Gesundheitsministerium mehrere Alternativen, wie wir in der Slowakei in diesem Zusammenhang weiter vorgehen werden“, hieß es auf der Homepage des Ministeriums.

Am Freitag hatte das Staatliche Institut für Arzneimittelkontrolle (SUKL) darüber informiert, dass der plötzliche Tod einer 47-jährigen Frau vermutlich mit dem Impfstoff zusammenhing. Die Frau war bereits der dritte bestätigte Todesfall in Zusammenhang mit dem AstraZeneca-Vakzin in der Slowakei. Nach Angaben von Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky hatte die Frau eine genetisch bedingte Vorerkrankung, die vor der Impfung nicht bemerkt worden war.

„Sputnik V“-Dosen werden noch nicht verimpft
In dem 5,5 Millionen Einwohner zählenden EU-Land wird außer mit AstraZeneca derzeit auch mit den Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna geimpft. Von dem in der EU nicht zugelassenen russischen Impfstoff „Sputnik V“ hat die Slowakei zwar bereits Anfang März 200.000 Dosen erhalten, setzt sie aber wegen der fehlenden Zulassung vorerst nicht ein. Dies könnte sich nach Angaben des Gesundheitsministers ändern, wenn derzeit laufende Tests in Ungarn und Russland den Impfstoff für einwandfrei erklären.

EU räumt mehr Zeit für Lieferungen ein
Im Streit mit AstraZeneca wegen des Lieferverzugs beim Corona-Impfstoff will die Europäische Union dem britisch-schwedischen Pharmakonzern mehr Zeit einräumen. Die EU sei bereit, die Frist für die Lieferung der vertraglich vereinbarten 300 Millionen Impfdosen um drei Monate auf Ende September zu verlängern, sagte ein EU-Anwalt vor einem belgischen Gericht am Dienstag.

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