Trotz einiger Rückzüge

„Bluteid“: Super League gibt sich nicht geschlagen

Es geht drunter und drüber! Andrea Agnelli, der Präsident von Juventus und Super-League-Boss, hat sich nach dem Ausstieg der sechs englischen Mannschaften und Inter Mailand zu Wort gemeldet. Der Unternehmer betont: „Zwischen uns gibt es einen Bluteid, wir wollen 100 prozentigen Erfolg und werden weder die nationalen Meisterschaften noch den Jugendfußball verlassen!“

„Ein Bluteid verbindet unsere Klubs. Das Projekt Super League wäre zu 100 Prozent erfolgreich, wir gehen weiter“. Deutliche Worte von Agnelli, der sich anscheinend immer noch in der dominanten Rolle gegenüber der UEFA und FIFA sieht. „Wenn sie uns einen Vorschlag machen, werden wir darüber nachdenken“, meinte der Italiener gegenüber der italienischen Tageszeitung „Repubblica“.

Agnelli, der bei Juve aufgrund des kapitalen Fehlstarts der Super League selbst bereits vor dem Aus stehen soll, will laut eigenen Angaben damit fortfahren, den „schönsten Wettbewerb der Welt zu schaffen“. Dieser würde der gesamten Fußballpyramide Vorteile bringen. „Die Verteilung der Ressourcen an andere Vereine wird erhöht und er bleibt offen.“ Fünf der 20 Startplätze der Super League sollten planmäßig jährlich im Dialog mit den Fußballverbänden neu vergeben werden.

Mit Blick auf die Fans argumentierte der 45-Jährige, dass die Anziehungskraft des Fußballs derzeit eine Krise bei den jungen Generationen durchlebe. „Die Jüngsten wollen die großen Events sehen und sind weniger mit den Elementen des Lokalpatriotismus verbunden, die die vorangegangenen Generationen - inklusive meiner - geprägt haben“, sagte Agnelli.

Immer mehr Vereine springen ab
Das Projekt einer europäischen Super League droht in sich zusammenzubrechen: Manchester City erklärte am Dienstagabend seinen Rückzug von der umstrittenen Eliteliga, wenig später folgten Liverpool, Arsenal, Manchester United und Tottenham. Berichten zufolge leitete auch Chelsea entsprechende Schritte ein. Die „Blues“ mit eingerechnet, haben sich damit schon sechs von zwölf Gründungsmitgliedern verabschiedet. Aus der Serie A wurde von der Nachrichtenagentur Ansa ein Funktionär von Inter Mailand zitiert, wonach das Projekt „derzeit nicht mehr als interessant angesehen wird“.

Wenig später folgte eine Reaktion der Super League: Ihrer Meinung nach wurden die Engländer zum Austritt gezwungen. Und man denkt immer noch, dass die Superliga das Beste für den Fußball wäre. Man will sich jedoch jetzt zuerst die nächsten Schritte überlegen. Eine wilde Schlammschacht im europäischen Fußball ...

Tamas Denes
Tamas Denes
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Samstag, 08. Mai 2021
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