26.03.2021 17:43 |

Schockierende Bilder

Anden-See in Bolivien ertrinkt in Plastikmüll

Soweit das Auge blickt, ein Meer aus Plastik, dort wo früher ein riesiger See war: Der Lago Uru Uru (Uru-Uru-See) in den bolivianischen Anden ist fast komplett vermüllt. Das einstige Naturparadies ertrinkt in Plastikabfall, Schwermetalle aus einem nahen Bergwerk und der Klimawandel geben dem Gewässer den Rest.

Das Plastik wird über einen Kanal angeschwemmt, in dem vor allem die Einwohner der nahen Industriestadt Oruro ihren Müll entsorgen. Dazu kommt: Aus einem nahen Bergwerk werden Schwermetalle angeschwemmt, die den Grund des Sees vergiften.

See nach langer Dürre 2016 fast verschwunden
Umweltschützer gehen außerdem davon aus, dass der See durch den Klimawandel austrocknen wird. Bereits 2016 war der Lago Uru Uru nach anhaltender Dürre fast komplett ausgetrocknet. Bis auf wenige Meter breite Lacken war von dem Gewässer nichts übrig geblieben.

Umweltschützer wollen das Gewässer reinigen
Nur mehr ein ganz kleiner Teil des Lago Uru Uru, der in knapp 3700 Metern Seehöhe liegt, wird heute noch von Tieren, wie etwa Flamingos (Bild unten), bevölkert. Umweltschützer und einige Lokalpolitiker wollen sich nun dafür einsetzen, den See zu reinigen, um das einstige Naturparadies doch noch zu retten.

Der maximal 1,5 Meter tiefe Uru-Uru-See hat eine Fläche von rund 135 Quadratkilometern und war einst bei Wassersportlern und Fischern sehr beliebt. Er wird vom Titicaca-See im Norden durch den Rio Desaguadero gespeist.

Quellen: kameraOne, APA/dpa

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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