26.03.2021 14:43 |

Auf dem Prüfstand

Verhütungsmittel im Test: 83 von 141 fallen durch

Verhütungsmittel auf dem Prüfstand: Die Stiftung Warentest hat insgesamt 141 Verhütungsmittel unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nur 58 davon sind geeignet. Im Fokus des Tests stand die Verträglichkeit der Präparate (siehe Video oben).

So besteht bei vielen Pillen-Präparaten ein erhöhtes Thrombose-Risiko, aber auch bei Implantaten, Verhütungspflaster und -ringen war dies der Fall. Hormon- und Kupferspiralen scheinen besser geeignet zu sein, werden jedoch eher Frauen, die keinen Kinderwunsch mehr hegen, empfohlen.

Die Pille ist in Österreich mit großem Abstand (34 Prozent) die häufigste von Frauen angewendete Verhütungsmethode, gefolgt von der Hormonspirale (sechs Prozent)", erklärte der Wiener Gynäkologe und Verhütungsexperte DDr. Christian Fiala anlässlich des 60. Jubiläums der Pille im Jahr 2020 gegenüber der APA.

Angst vor der Pille keine Seltenheit
Seit einigen Jahren ist jedoch eine zunehmende Ablehnung hormoneller Verhütung zu beobachten. Diese Kritik an der Pille ist nicht neu, sondern wurde bereits mit ihrer Einführung laut. Aber während Frauen in den ersten Pillen-Generationen noch wussten, dass natürliche Verhütung zu zahlreichen ungewollten Schwangerschaften führt, ist dieses Bewusstsein für die natürliche Fruchtbarkeit in den letzten Jahrzehnten zunehmend verloren gegangen. Mittlerweile glaubt ein Fünftel der Frauen, dass sie ganz ohne Verhütung ohnehin nur bis zu drei Kinder bekommen würde. Die Folge: viele ungewollte Schwangerschaften und Abtreibungen als Folge des „pill scare“.

Übrigens: In mehreren europäischen Staaten, wie Deutschland, Frankreich, Irland oder Schweden gibt es Kostenübernahmen von Verhütungsmitteln, die meist an das Alter der Frau gekoppelt sind.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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