26.03.2021 10:37 |

Top-Performance

So deutlich wird Volkswagen von Toyota übertrumpft

Toyota hat im vergangenen Jahr rund 400.000 Autos mehr verkauft als der Volkswagen-Konzern, 9,5 Millionen Fahrzeuge waren es insgesamt. Doch beim Betriebsgewinn setzen sich die Japaner richtig deutlich ab und erwirtschaften über 70 Prozent mehr als VW! Insgesamt sind die meisten Hersteller bisher gut durch das Coronajahr 2020 gekommen, doch Experten befürchten, dass nicht alle überleben werden.

Kosteneinsparungen und die schnelle Erholung in China sicherten den Konzernen nach einer Studie des deutschen Autoinstituts CAM den Erfolg. VW kam auf insgesamt 9,1 Millionen verkaufte Fahrzeuge und einen Betriebsgewinn (Ebit) von 9,7 Milliarden Euro. Toyota hingegen hat einen Ebit von 15,5 Milliarden Euro erzielt - über 70 Prozent mehr als der Wolfsburger Konzern.

Der weltweite Absatz sank um 14,5 Prozent auf 70,8 Millionen Autos, die Betriebsgewinne der in der Studie betrachteten 13 Autokonzerne fielen im Durchschnitt um ein Drittel. „Die deutschen Hersteller erreichen dank erheblicher Kosteneinsparungen und starkem Zuwachs in China im Herstellervergleich eine überdurchschnittliche Performance“, zitiert die APA Professor Stefan Bratzel.

Der Elektroauto-Hersteller Tesla steigerte seinen Absatz und wies mit 1,75 Milliarden Euro erstmals überhaupt einen Gewinn aus. Er stammt überwiegend aus dem Verkauf von CO2-Zertifikaten.

Renault und Nissan mit den höchsten Verlusten
Zu den Verlieren zählt Bratzel Renault, Nissan und Ford mit überdurchschnittlich starken Absatzeinbrüchen und schlechten Bilanzzahlen: Ford halbierte seinen Betriebsgewinn auf 2,4 Milliarden Euro, und „Renault und Nissan vermelden im Jahr 2020 mit einem Ebit von minus 2,0 bzw. minus 1,86 Milliarden Euro die höchsten Verluste“.

Für das Jahr 2021 rechnet das Autoinstitut mit einer leichten Erholung des weltweiten Absatzes und besseren Renditen. Aber die Krise zu bewältigen und zugleich in E-Mobilität und Vernetzung zu investieren, „wird nicht jeder Automobilhersteller schaffen“, schrieb Bratzel. Er erwarte in den nächsten fünf bis zehn Jahren „eine große Konsolidierungswelle“ in der Autoindustrie.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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