28.02.2021 16:01 |

Mit indischer Rakete

Brasiliens erster eigener Satellit ist gestartet

Brasilien hat unter anderem zur Überwachung der Abholzung im Amazonas-Gebiet den nach eigenen Angaben ersten komplett selbst entwickelten, getesteten und betriebenen Satelliten ins All geschickt. „Amazonia 1“ startete am Sonntag um 01.54 Uhr (Brasilia-Zeit) vom Satish Dhawan Space Centre in Indien, teilte das Institut für Weltraumforschung (Inpe) mit, das für die Überwachung des Regenwaldes zuständig ist.

„Amazonia 1“ soll Bilder für die Umwelt- und Landwirtschaftsbeobachtung, vor allem im Amazonas-Gebiet, liefern. Der Satellit kann mit seiner Kamera von jedem Ort der Erde alle fünf Tage eine Aufnahme machen. Dies sei besonders bei der Warnung vor Abholzung im Amazonas-Gebiet wertvoll, auch weil bei wiederholten Besuchen die Wahrscheinlichkeit zunehme, wolkenfreie Sicht zu haben.

Laut dem Nachrichtenportal „G1“ war das 400-Millionen-Reais-Projekt (umgerechnet circa 60 Millionen Euro) aufgrund von Budgetmangel immer wieder bedroht. Erst kurz vor dem Start von „Amazonia 1“ habe das Inpe die Stipendien von mehr als 100 Wissenschaftlern ausgesetzt.

Quelle: APA/dpa

Dominik Erlinger
Dominik Erlinger
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