22.02.2021 14:05 |

Mit Polizisten-Trick

Betrüger knöpften Wienerin Bargeld und Gold ab

Dreisten Betrügern ist eine 83-jährige Wienerin im Bezirk Döbling aufgesessen. Ein Anrufer gab sich gegenüber der Frau als Polizist aus, machte der Pensionistin weis, dass sie ins Visier einer Einbrecherbande geraten sei. Die gutgläubige Frau packte daraufhin Bargeld und Gold im Wert eines sechsstelligen Betrages in eine Reisetasche und deponierte sie vor ihrer Haustür - im Glauben, die Polizei würde ihr Hab und Gut sicher verwahren. Doch dem war nicht so ...

Nach Angaben von Polizeisprecher Marco Jammer hatte sich der Mann am Telefon als dienstführender Beamter des Landeskriminalamtes vorgestellt. Er erklärte der 83-Jährigen, dass eine rumänische Einbrecherbande gefasst worden sei, zwei der Verdächtigen würden sich jedoch noch auf freiem Fuß befinden. Die Täter hätten die Wohnung der 83-Jährigen als nächstes Einbruchsziel ins Visier genommen.

Bandenmitglied holte Tasche ab
Empfohlen wurde der Frau seitens des Anrufers, ihre Wertgegenstände in einer Reisetasche vor die Tür zu stellen - diese würde von Beamten zur sicheren Verwahrung abgeholt werden. Während die Pensionistin in ein weiteres Telefonat mit dem Täter vertieft war, holte jedoch ein weiteres Mitglied der Betrügerbande die Tasche ab.

Verdacht, Betrügern aufgesessen zu sein, schöpfte die 83-Jährige am nächsten Tag, da sich der vermeintliche Beamte, „anders als vereinbart, nicht mehr telefonisch meldete“, so Jammer. Die Pensionistin schlug daraufhin bei der echten Polizei Alarm.

Einmal mehr warnte die Exekutive eindringlich vor derartigen Betrugsmaschen und erinnerte an die folgenden Punkte:

  • Die Polizei verwahrt niemals Geld oder Wertgegenstände.
  • Beenden Sie verdächtige Telefonate und wählen Sie 133.
  • Nennen Sie keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen.
Christine Steinmetz
Christine Steinmetz
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